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Arum tacheté Arum maculatum

Arum tacheté (Arum maculatum), illustration IA

Illustration générée par IA (pas une photographie)

Classification

Taxonomie

Règne
Plantae
Embranchement
Tracheophyta
Classe
Liliopsida
Ordre
Alismatales
Famille
Araceae
Genre
Arum

Aperçu

Einleitung

Der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Er wächst vor allem in feuchten, schattigen Laubwäldern Europas und fällt im Frühjahr durch pfeilförmige Blätter und einen eigentümlichen Blütenstand auf, der von einem blassgrünen Hochblatt umhüllt wird. Im Herbst bilden sich auffällige rote Beeren. 12

Die Art gehört zu den Kesselfallenblumen: Ihr Blütenstand lockt kleine Insekten an, hält sie vorübergehend fest und entlässt sie erst nach der Pollenübertragung. Alle Pflanzenteile sind giftig; der Gefleckte Aronstab zählt zu den bekannten heimischen Giftpflanzen, deren Beeren besonders für Kleinkinder ein Risiko darstellen. 12

En bref

Fakten (kompakt)

  • Wissenschaftlicher Name: Arum maculatum L., 1753 13
  • Familie/Ordnung: Araceae, Alismatales 3
  • Wuchshöhe: etwa 20–40 cm 12
  • Hochblatt: etwa 12–25 cm lang 12
  • Blütezeit: April bis Mai 1
  • Bestäubung: Kesselfallenblume, vor allem durch Psychoda phalaenoides 12
  • Früchte: leuchtend rote Beeren im Herbst 12
  • Verbreitung: Europa bis nördliche Türkei und westlicher Kaukasus 12
  • Giftigkeit: alle Pflanzenteile giftig 12

Identification

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Gefleckte Aronstab erreicht eine Wuchshöhe von etwa 20–40 cm und bildet ein unterirdisches Speicherorgan (Rhizom bzw. Knolle), in dem Stärke gespeichert wird. 12 Die lang gestielten Grundblätter sind breit pfeilförmig, nach Literaturangaben etwa 7–20 cm lang und netzartig geadert; bei der gefleckten Varietät tragen sie dunkle, purpurne Flecken. 12

Der Blütenstand ist typisch für die Aronstabgewächse:

  • ein keulenförmiger Kolben (Spadix), der teilweise von einem blassgrünen bis trüb violetten Hochblatt (Spatha) umschlossen wird. 12
  • Hochblatt von etwa 12–25 cm Länge, deutlich länger als der Kolben. 12
  • weibliche Blüten ringförmig am Grund des Kolbens, darüber männliche Blüten und darüber ein Kranz steriler Haare. 2
  • im Spätsommer bis Herbst ein Fruchtstand mit apfelförmigen, leuchtend roten Beeren, der bis etwa 5 cm lang werden kann. 12

Der Blütenstand liegt häufig auf oder unter Blatthöhe, weshalb die Pflanze zur Blütezeit leicht übersehen wird. 2 Zur Bestimmung sollten Blattform, Kolben und Hochblatt gemeinsam betrachtet werden.

Systématique

Namen & Einordnung (kurz)

Der wissenschaftliche Name lautet Arum maculatum L.; die Art wurde 1753 von Carl von Linné beschrieben. 1 Das GBIF führt den Namen als akzeptiert in der Familie Araceae (Ordnung Alismatales). 3 Als Synonyme werden unter anderem Arum vulgare, Arum pyrenaeum und Arum zelebori genannt. 1

Regional existieren sehr viele Trivialnamen, darunter Aasblume, Kesselfallenblume, Pfingstblume, Stinkblume, Teufelhütchen und Trommelschlegel; im Englischen heißt die Art unter anderem cuckoopint oder lords-and-ladies. 12 Unterschieden werden zwei Varietäten: var. maculatum mit dunkel gefleckten Blättern und var. immaculatum mit ungefleckten Blättern. In Mitteleuropa überwiegt nach den Angaben der deutschsprachigen Wikipedia meist die ungefleckte Form, der Name „gefleckt“ trifft also nicht auf jede Pflanze zu. 1 Eng verwandt ist der Italienische Aronstab, mit dem der Gefleckte Aronstab hybridisieren kann. 2 Allgemeine Informationen zur Gattung bietet das Profil Aronstab.

Mode de vie

Biologie & Lebenszyklus

Die Blüten sind vorweiblich: Zuerst sind die weiblichen Blüten empfängnisbereit, später öffnen sich die männlichen. 12 Der Kolben erzeugt Wärme und vermutlich auch Duftstoffe und lockt damit kleine Fliegen an, vor allem die Schmetterlingsmücke Psychoda phalaenoides. 12 Die Insekten gelangen in den Blütenkessel und werden dort durch den Kranz steriler Haare festgehalten. Sie übertragen mitgebrachte Pollen auf die weiblichen Blüten, werden danach mit Pollen der männlichen Blüten bestäubt und können am nächsten Morgen entweichen, wenn die Haare erschlaffen. 12 Bestäuber erhalten keine Nahrung, die Pflanze wird daher als Täuschblume bezeichnet. 1 Die Angaben zur Temperaturerhöhung im Kessel schwanken je nach Quelle erheblich und werden hier nicht als Zahl wiedergegeben.

Die roten Beeren werden von Vögeln gefressen, die die Samen verbreiten. 12 Keimlinge bilden zunächst kleine, hellgrüne, matte Blätter; nach etwa fünf Monaten werden die Blätter größer und glänzender. Nach etwa einem Jahr sind alle Blätter glänzend, anschließend sterben sie ab, und die Pflanze blüht im folgenden Sommer. 2 Als Pilzbefall werden unter anderem die Rostpilze Melampsora allii-populina und Puccinia sessilis genannt. 1

Répartition

Vorkommen & Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet reicht von Schweden, Dänemark und Großbritannien über Mittel- und Südeuropa bis in die nördliche Türkei und den westlichen Kaukasus. 12 Die Art besiedelt bevorzugt feuchte Laubwälder mit durchlässigen, kalkreichen und nährstoffreichen Böden und gilt in der Pflanzensoziologie als Ordnungscharakterart der Buchenwälder (Fagetalia). 1 Daneben wächst sie an Flussufern und gelegentlich als Unkraut an halbschattigen Standorten. 2

Der Schwerpunkt der Höhenverbreitung liegt in den unteren Lagen der europäischen Gebirge (kollin bis montan); als Beispiel nennt die deutschsprachige Wikipedia Vorkommen bis etwa 1160 m im Vorarlberger Balderschwanger Tal. 1

In der OpenInsect-Community wurden bisher 26 Scans der Art erfasst, der letzte am 20.08.2026 in Herford.

Répartition

Présence et observations actuelles en Allemagne

  • Deutschland

    18/03/2026

  • Deutschland

    18/03/2026

  • Freising, Thalhauser Straße, 85354 Freising, Deutschland

    18/03/2026

  • Naturpark Rhein-Westerwald, Kasbach-Ohlenberg, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    18/03/2026

  • Deutschland

    18/03/2026

Données : iNaturalist

Observations

Analyse communautaire

OpenInsect
26
Observations au cours des 12 derniers mois
Données de la communauté Silberkraft
Dernière le 20/08/2026
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Saisonnalité

Saisonalität & Aktivität

Die Blätter erscheinen im Frühjahr, auf der Nordhalbkugel etwa im April bis Mai. 2 Die Blütezeit liegt nach den deutschsprachigen Angaben zwischen April und Mai. 1 Die auffälligen roten Beeren bilden sich im Herbst. 2 Außerhalb dieser Zeit ist die Pflanze oberirdisch weniger auffällig; genaue Daten zum Einziehen der Blätter nennen die ausgewerteten Quellen nicht.

En pratique

Bedeutung, Schäden & Prävention

Alle Teile des Gefleckten Aronstabs sind giftig. Als Wirkstoffe werden Aroin, nadelförmige Calciumoxalat-Kristalle (Raphiden), cyanogene Glykoside und Saponine genannt; frisches Pflanzenmaterial ist wirksamer als getrocknetes. 1 Die Kristalle und Scharfstoffe reizen Haut und Schleimhäute in Mund und Rachen und können Brennen, Schwellungen, Atembeschwerden und Magen-Darm-Beschwerden auslösen. 12 Allergische Reaktionen sind möglich. 2 Besonders gefährdet sind Kleinkinder durch die auffälligen Beeren. Nach den Angaben der deutschsprachigen Wikipedia verliefen gemeldete Fälle überwiegend ohne oder mit nur leichten Symptomen; bei Weidevieh sind schwere und tödliche Vergiftungen beschrieben. 1 Der scharfe Geschmack begrenzt nach englischsprachigen Angaben meist die aufgenommene Menge. 2

Der Verzehr von Pflanzenteilen wird nicht empfohlen. Die Pflanze wurde früher als Heilpflanze verwendet, wird heute aber in der wissenschaftlich orientierten Medizin und der Volksmedizin nicht mehr therapeutisch genutzt und gilt nur noch als Giftpflanze. 1 Die Blätter können mit Blättern des essbaren Sauerampfers verwechselt werden, was ein Vergiftungsrisiko darstellt. 2

Zur Vorsorge gehört, Kinder und Haustiere von Pflanzen und Beeren fernzuhalten und beim Umgang mit Pflanzenteilen Vorsicht walten zu lassen, da Allergien möglich sind. Bei Verzehr oder starken Beschwerden sollte umgehend ärztlicher Rat oder eine Giftinformationszentrale hinzugezogen werden.

Références

Sources et références

  1. Wikipedia: Gefleckter Aronstab. de.wikipedia.org/wiki/Gefleckter_Aronstab (abgerufen 30.10.2026)
  2. Wikipedia: Arum maculatum. en.wikipedia.org/wiki/Arum_maculatum (abgerufen 30.10.2026)
  3. GBIF Backbone Taxonomy: Arum maculatum L. gbif.org/species/5330580