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Coléoptère chinois du haricot Callosobruchus chinensis

Coléoptère chinois du haricot (Callosobruchus chinensis), illustration IA

Illustration générée par IA (pas une photographie)

Classification

Taxonomie

Nom accepté
Règne
Animalia
Embranchement
Arthropoda
Classe
Insecta
Ordre
Coleoptera
Famille
Chrysomelidae
Genre
Callosobruchus
Espèce
Callosobruchus chinensis

Nom scientifique Callosobruchus chinensis (Linnaeus, 1758)

Aperçu

Einleitung

Der Chinesische Bohnenkäfer (Callosobruchus chinensis) ist eine Art aus der Unterfamilie der Samenkäfer (Bruchinae) innerhalb der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae).14 Die Art wurde 1758 von Carl von Linné wissenschaftlich beschrieben und hat sich durch den globalen Handel mit Hülsenfrüchten von ihrem Ursprung in Ostasien zu einem kosmopolitischen Schädling an gelagerten Samen entwickelt. Die Larven entwickeln sich ausschließlich in den Samen verschiedener Hülsenfrüchtler und verursachen dort durch ihren Fraß erhebliche wirtschaftliche Schäden.12

En bref

Fakten (kompakt)

  • Die geflügelte Form der Imagines besitzt gewöhnlich eine höhere Lebenserwartung sowie eine geringere Reproduktionsrate.
  • Zu den natürlichen Feinden der Käferlarven gehören verschiedene Erzwespen wie Anisopteromalus calandrae, Dinarmus basalis und Lariophagus distinguendus.
  • Das bekannte Wirtsspektrum der Art umfasst neben verschiedenen Bohnenarten auch Augenbohnen.1

Identification

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Chinesische Bohnenkäfer (Callosobruchus chinensis) erreicht eine Körperlänge von 2 bis 2,8 mm. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist blass braun. Auf den Flügeldecken befinden sich kleine mediane dunkle Flecken sowie größere dunkle Flecken im hinteren Bereich, welche gelegentlich verschmolzen sind und den posterioren Teil vollständig verdunkeln. Am lateralen Rand des Abdomens liegen charakteristische Bereiche mit weißlichen Borsten (Setae). Die Art zeigt einen ausgeprägten sexuellen Dimorphismus bezüglich der Antennenstruktur. Männchen besitzen gekämmte Fühler, während die Fühler der Weibchen gesägt ausgebildet sind. Sowohl bei Männchen als auch bei Weibchen existieren jeweils eine geflügelte und eine ungeflügelte Morphe. Die geflügelte Form tritt vermehrt bei hoher Larvendichte sowie erhöhten Temperaturen auf und dient der Dispersion. Larven sind weißlich gefärbt, besitzen einen kleinen Kopf und weisen stark zurückgebildete Beine auf. Das Weibchen legt die Eier direkt an der Oberfläche von Wirtssamen ab. Aus den Eiern schlüpfen die Larven, bohren sich in den Samen ein und hinterlassen dort typische Fraßspuren im Inneren. Belastbare morphologische Daten zur genauen Abgrenzung gegenüber anderen Callosobruchus-Arten sowie zu Puppenstadien gehen aus den Standardquellen nicht hervor.1

Portrait

Beschreibung

Callosobruchus chinensis wurde im Jahr 1758 von Carl von Linné als Curculio chinensis wissenschaftlich beschrieben und gehört zur Familie der Samenkäfer. Die Art hat ihren evolutionären Ursprung in Ostasien wie China und Japan, hat sich jedoch durch den weltweiten Handel mit Hülsenfrüchten kosmopolitisch ausgebreitet. Im natürlichen Lebensraum sowie in Lagerräumen ist die Art primär an anthropogene oder landwirtschaftliche Habitate gebunden, wo sie als Schädling an gelagerten Samen auftritt. Die Imagines erreichen eine Körperlänge von 2 bis 2,8 mm und besitzen blassbraune Flügeldecken mit charakteristischen dunklen Flecken. Am Seitenrand des Hinterleibs befinden sich spezifische Bereiche mit weißlichen Borsten, den Setae. Ein auffälliger morphologischer Aspekt ist der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus der Fühler, welche bei Männchen gekämmt und bei Weibchen gesägt ausgeprägt sind. Zusätzlich existieren in beiden Geschlechtern jeweils eine geflügelte und eine ungeflügelte Morphe. Die Ausbildung der geflügelten Form wird durch Umweltfaktoren wie hohe Larvendichte und erhöhte Temperaturen induziert und dient primär der Dispersion sowie der räumlichen Migration. Diese geflügelten Individuen zeichnen sich durch eine höhere Lebenserwartung bei gleichzeitig geringerer Reproduktionsrate aus. Die Ontogenese beginnt mit der Ablage der Eier an der Oberfläche von Wirtssamen durch das Weibchen. Aus diesen schlüpfen weißliche Larven, die reduzierte Beine und einen kleinen Kopf aufweisen. Die Larven bohren sich aktiv in den Samen ein, wo sie den inneren Inhaltsstoff fressen und mehrere Häutungsstadien durchlaufen. Vor der Metamorphose verpuppt sich die Larve direkt unterhalb der intakten Samenhülle. Der schlupfbereite Käfer nagt sich schließlich durch die verbleibende Hülle ins Freie. Als Wirtsspezifität nutzen die Larven ein breites Spektrum von Fabaceen und Lotosblumen, darunter Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Mungbohnen, Augenbohnen, Sojabohnen sowie Adzukibohnen. Natürliche Kontrollfaktoren der Populationen stellen parasitoid wirkende Erzwespen dar, zu denen Arten wie Anisopteromalus calandrae, Dinarmus basalis und Lariophagus distinguendus zählen.1

Systématique

Name & Einordnung

Der Chinesische Bohnenkäfer wird wissenschaftlich als Callosobruchus chinensis (Linnaeus, 1758) bezeichnet. Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1758 durch den schwedischen Naturforscher Carl von Linné unter dem basionymen Namen Curculio chinensis. Im Laufe der systematischen Einordnung wurde die Art später der Gattung Callosobruchus innerhalb der Unterfamilie der Samenkäfer (Bruchinae) zugeordnet, welche traditionell als eigenständige Familie betrachtet oder den Blattkäfern (Chrysomelidae) subsumiert wird. Der Artname chinensis verweist auf den geografischen Ursprung in Ostasien. Im deutschen Sprachraum ist die Art geläufig als Chinesischer Bohnenkäfer bekannt.1 Internationale Trivialnamen beziehen sich meist auf ihre Eigenschaft als Schädling an gelagerten Leguminosen.

Mode de vie

Biologie & Lebenszyklus

Callosobruchus chinensis entwickelt sich als phytophager Vorratsschädling primär in den Samen von Hülsenfrüchtlern (Fabaceae) und Lotosblumen (Nelumbo). Das Weibchen legt seine Eier direkt an der Oberfläche der Wirtssamen ab. Aus den Eiern schlüpfen weißliche Larven mit zurückgebildeten Beinen und einem kleinen Kopf, die sich direkt in den Samen hineinbohren. Im Inneren des Samens frisst die Larve und durchläuft mehrere Häutungen, bevor sie sich nahe der Samenhülle verpuppt. Der schlüpfende Imago nagt sich anschließend durch die Samenhülle ins Freie. Das Wirtsspektrum umfasst zahlreiche Kulturpflanzen wie Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Mungbohnen, Augenbohnen, Sojabohnen und Adzukibohnen. Adulte Käfer erreichen eine Körperlänge von 2 bis 2,8 mm und besitzen blass braune Flügeldecken mit charakteristischen dunklen Flecken sowie weißlichen Setae am Seitenrand des Hinterleibs. Die Art weist einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf, bei dem die Männchen gekämmte und die Weibchen gesägte Fühler besitzen. Zudem tritt in beiden Geschlechtern eine geflügelte und eine ungeflügelte Morphe auf. Die geflügelte Form entsteht insbesondere bei hoher Larvendichte sowie hohen Temperaturen und dient der Dispersion, wobei sie gewöhnlich eine höhere Lebenserwartung und eine geringere Reproduktionsrate aufweist. Belastbare physiologische Messdaten zur genauen Entwicklungsdauer bei spezifischen Temperaturen liegen in den vorliegenden Primärdaten nicht vor. Natürliche Gegenspieler der Larven sind verschiedene Erzwespen aus der Familie der Pteromalidae. Zu den nachgewiesenen Parasitoiden zählen die Arten Anisopteromalus calandrae, Dinarmus basalis und Lariophagus distinguendus.1

Mode de vie

Verhalten

Die Aktivität und Ausbreitung von Callosobruchus chinensis wird stark durch morphologische Polymorphismen beeinflusst, da sowohl Männchen als auch Weibchen in einer geflügelten und einer ungeflügelten Form auftreten. Die geflügelte Morphe tritt insbesondere bei hoher Larvendichte und erhöhten Temperaturen auf und dient der räumlichen Dispersion. Das Weibchen legt seine Eier direkt an der Oberfläche von Wirtssamen aus der Familie der Hülsenfrüchtler ab. Nach dem Schlupf bohrt sich die Larve aktiv in den Samen ein, wo sie den gesamten Fraß und die Entwicklung bis zur Verpuppung durchläuft. Der schlüpfende Imago nagt sich daraufhin eigenständig durch die Samenhülle ins Freie.1

Mode de vie

Ökologie

Callosobruchus chinensis besetzt als phytophagoser Samenkäfer eine spezialisierte ökologische Nische als Primärschädling in gelagerten Hülsenfrüchten und anthropogenen Habitaten.12 Die Entwicklung der Larven erfolgt obligatorisch in den Samen verschiedener Fabaceae wie Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Mungbohnen und Sojabohnen sowie in Lotosblumen. Das Weibchen legt die Eier direkt auf der Oberfläche der Wirtssamen ab, woraufhin sich die geschlüpfte Larve in das Innere bohrt und den Samen als Nahrungsquelle nutzt. Dort durchläuft sie mehrere Häutungen, bevor die Verpuppung unmittelbar unter der Samenhülle stattfindet. Der adulte Käfer verlässt den Samen durch ein selbst genagtes Exit-Loch in der Samenhülle. Hohe Larvendichten und erhöhte Temperaturen induzieren die Ausbildung einer geflügelten Morphe, die im Vergleich zur ungeflügelten Form eine höhere Lebenserwartung und eine reduzierte Reproduktionsrate aufweist und der räumlichen Dispersion dient.1 Als natürliches regulatorisches Element treten verschiedene Erzwespen als Parasitoide der Larven auf. Zu den dokumentierten Parasitoiden zählen insbesondere Anisopteromalus calandrae, Dinarmus basalis und Lariophagus distinguendus. Durch den weltweiten Handel mit gelagerten Leguminosen hat sich die Art kosmopolitisch ausgebreitet und besiedelt primär Gebäude sowie agrarische und domestizierte Speicherhabitate in tropischen und subtropischen Regionen.12

Répartition

Vorkommen & Lebensraum

Callosobruchus chinensis hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in Ostasien, wobei China und Japan als Ursprungsregionen belegt sind. Durch den globalen Handel mit Hülsenfrüchten wurde die Art weltweit verschleppt und ist mittlerweile kosmopolitisch verbreitet. Den Schwerpunkt ihrer Verbreitung bildet sie dabei in tropischen und subtropischen Klimazonen. In Europa tritt die Art vor allem im Zusammenhang mit gelagerten Vorräten auf. Als typische Habitate im anthropogenen Umfeld werden Gebäude in Städten und Dörfern sowie landwirtschaftliche und gärtnerische Nutzflächen besiedelt. Die Entwicklung der Larven findet obligat in den Samen von Hülsenfrüchtlern (Fabaceae) und Lotosblumen statt. Zu den bekannten Wirtspflanzen zählen wirtschaftlich bedeutende Kulturen wie Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Mungbohnen, Augenbohnen, Sojabohnen und Adzukibohnen. Das Weibchen legt die Eier direkt an der Oberfläche dieser Wirtssamen ab, wodurch die Art als Vorratsschädling weltweit in entsprechenden Lagerstätten auftritt. Belastbare Daten zur genauen Vertikalverbreitung in Höhenstufen fehlen für die Art. Auch spezifische Freilandbiotope abseits von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Vorratslagern sind in der Literatur kaum systematisch dokumentiert. Die räumliche Ausbreitung erfolgt aktiv durch geflügelte Morphen, die insbesondere bei hohen Temperaturen und hoher Larvendichte vermehrt auftreten. Diese geflügelten Individuen besitzen eine höhere Lebenserwartung, was die Dispersion über den passiven Warentransport hinaus unterstützt.1

Répartition

Présence et observations actuelles en Allemagne

  • Hinterhof

    16/06/2018

Données : iNaturalist

Saisonnalité

Saisonalität & Aktivität

Callosobruchus chinensis zeigt als Vorratsschädling in gemäßigten Breiten eine stark an menschliche Habitate und Lagerstätten gebundene Aktivität. Da die Art weltweit vor allem in den Subtropen und Tropen sowie in Gebäuden vorkommt, ist ihre saisonale Dynamik primär von klimatischen Bedingungen in Lagerräumen abhängig. Belastbare Freilanddaten zur spezifischen Saisonalität in Mitteleuropa fehlen weitgehend. Die Entwicklung verläuft in den Wirtssamen von Hülsenfrüchten, wo Larven und Puppen geschützt vor äußeren Witterungseinflüssen heranwachsen. Unter günstigen Bedingungen können sich mehrere Generationen im Jahr entwickeln. Eine geflügelte Form tritt insbesondere bei hoher Larvendichte und erhöhten Temperaturen auf und dient der aktiven Ausbreitung. Diese morphologische Anpassung begünstigt die Migration zu neuen Nahrungsquellen. Das öffentliche Interesse an der Art zeigt im Jahresverlauf leichte Schwankungen mit diskreten Peaks im Februar und Oktober, was auf jahreszeitlich bedingte Aktivitäten im Bereich der Vorratshaltung hinweist. Spezifische Angaben zu exakten Flugperioden, täglichen Aktivitätsmustern oder dem genauen Überwinterungsverhalten unter natürlichen Freilandbedingungen in Mitteleuropa sind in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht systematisch untersucht.

En pratique

Bedeutung, Schäden & Prävention

Callosobruchus chinensis wird als bedeutender Vorratsschädling eingestuft, der weltweit gelagerte Hülsenfrüchte befällt. Das Schadpotenzial zeigt sich primär in der Zerstörung von Samen wie Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Sojabohnen und Mungbohnen durch den Fraß der Larven. Typische Schadbilder umfassen ausgefressene Samen sowie die charakteristischen Ausfluglöcher der adulten Käfer in der Samenhülle.1 Belastbare Daten zu medizinischen oder gesundheitlichen Risiken wie spezifischen Vektoren oder Allergien durch Callosobruchus chinensis liegen in den zugrundeliegenden Quellen nicht vor. Als Früherkennung dient die regelmäßige Kontrolle gelagerter Leguminosen auf äußerliche Eiablagen an der Samenoberfläche. Zu den präventiven und baulichen Maßnahmen gehört die abgedichtete Lagerung von Wirtspflanzen in Gebäuden, um eine Zuwanderung oder Ausbreitung zu verhindern. Bei hoher Larvendichte und erhöhten Temperaturen treten zudem geflügelte Formen auf, die eine aktive räumliche Dispersion ermöglichen. Natürliche Gegenspieler wie die parasitoiden Erzwespen Anisopteromalus calandrae, Dinarmus basalis und Lariophagus distinguendus regulieren Populationen biologisch. Detaillierte Daten zu spezifischen physikalischen oder chemischen Bekämpfungsmethoden sowie integrierten Konzepten jenseits der Parasitoide sind in der aktuellen Datenlage nicht systematisch belegt.1

En pratique

Wirtschaftliche Bedeutung

Callosobruchus chinensis gilt weltweit als bedeutender Schädling in der Lagerhaltung von Hülsenfrüchten. Die Larven entwickeln sich direkt in den Samen verschiedener Fabaceae wie Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Mungbohnen, Sojabohnen und Adzukibohnen, wodurch erhebliche wirtschaftliche Schäden entstehen. Durch den Fraß im Inneren der Samen kommt es zu Qualitätsminderungen bis hin zu Totalverlusten des Ernteguts. Die Art ist mittlerweile kosmopolitisch verbreitet, insbesondere in den Subtropen und Tropen, und wird vor allem durch den globalen Handel mit Hülsenfrüchten verschleppt. Belastbare quantitative Schadenssummen oder spezifische Bekämpfungskosten liegen in den vorliegenden Daten jedoch nicht vor.1

Références

Sources et références

  1. de.wikipedia.org/wiki/Callosobruchus_chinensis
  2. gbif.org/species/1047341