Entrée du lexique

Épilobe glandulaire Epilobium ciliatum

Épilobe glandulaire (Epilobium ciliatum), illustration IA

Illustration générée par IA (pas une photographie)

Classification

Taxonomie

Règne
Plantae
Embranchement
Tracheophyta
Classe
Magnoliopsida
Ordre
Myrtales
Famille
Onagraceae
Genre
Epilobium

Aperçu

Einleitung

Drüsiges Weidenröschen (Epilobium ciliatum) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Ursprünglich stammt die Art aus Nordamerika, in Mitteleuropa gilt sie als eingebürgerter Neophyt 12. Sie fällt vor allem durch ihre unscheinbaren, hellrosa bis weißen Blüten und die drüsig behaarten Stängel und Fruchtkapseln auf.

In Gärten, auf Brachflächen und an Wegrändern wird die Art häufig mit heimischen Weidenröschen verwechselt. Dieses Profil fasst Erkennungsmerkmale, Verbreitung und ökologische Einordnung zusammen.

En bref

Fakten (kompakt)

  • Wissenschaftlicher Name: Epilobium ciliatum Raf. (1808)
  • Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
  • Wuchs: ausdauernd, meist 30–80 cm hoch
  • Blütezeit: Juni bis Oktober
  • Kronblätter: hellrosa bis weiß, 2–3 mm lang
  • Herkunft: Nordamerika; in Europa Neophyt (in Deutschland seit 1927 nachgewiesen)
  • Lebensraum: frische, nährstoffreiche Böden, Kahlschläge, Gärten, Ufer

Identification

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Das Drüsige Weidenröschen erreicht meist Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern, in Einzelfällen 20 bis 140 Zentimeter 1. Der Stängel ist eher kantig, trägt zwei bis vier erhabene Längsleisten und ist zumindest im oberen Bereich dicht bis locker mit Drüsenhaaren besetzt. Am Grund bildet die Pflanze eine Blattrosette, aber keine Ausläufer 1.

Die Laubblätter stehen bis zum Blütenstand gegenständig. Die Blattspreite ist eilanzettlich bis länglich-lanzettlich, etwa 3 bis 10 Zentimeter lang und 1,8 bis 3 Zentimeter breit, der Blattrand ist gezähnt 1. Die Blüten haben eine lange Röhre; die hellrosafarbenen bis weißen Kronblätter sind mit 2 bis 3 Millimetern (selten bis 6 Millimeter) sehr klein 1. Die Kapselfrucht ist abstehend drüsig behaart. Die rund 1 Millimeter langen Samen tragen weiße, in Längsreihen angeordnete Papillen und erscheinen deshalb weiß gestreift 1.

Die englischsprachige Literatur beschreibt die Samen als flaumig; sie können mit dem Wind weit getragen werden 2. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18 oder 36 1.

Systématique

Namen & Einordnung (kurz)

Der wissenschaftliche Name lautet Epilobium ciliatum Raf.; er wurde 1808 von Constantine S. Rafinesque-Schmaltz erstmals veröffentlicht 1. Die Gattung Epilobium (Weidenröschen) gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse. In der GBIF-Taxonomie ist der Name als akzeptiert geführt 3.

Innerhalb der Art unterscheidet man nach Wikipedia drei Unterarten (ciliatum, glandulosum und watsonii), die teils als eigene Arten diskutiert werden 12. Die Art ist variabel. Verwandte heimische Arten sind das Behaarte Weidenröschen und das Schmalblättrige Weidenröschen; allgemeine Informationen zur Gattung bietet das Profil Weidenröschen.

Mode de vie

Biologie & Lebenszyklus

Das Drüsige Weidenröschen ist mehrjährig und krautig. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober 1. Die Blüten sind radiärsymmetrisch mit langer Röhre 1. Aus den Blüten entwickeln sich schmale, vierfächerige Kapselfrüchte, die bis etwa 10 Zentimeter lang werden können 2. Die zahlreichen, leichten Samen werden durch den Wind verbreitet, was die rasche Ausbreitung der Art begünstigt 2.

Mit heimischen Weidenröschen bildet die Art in Mitteleuropa Hybriden 1. In Europa konkurriert sie mit dem Rosa Weidenröschen (Epilobium roseum), das ähnliche Lebensräume besiedelt 2.

Répartition

Vorkommen & Lebensraum

In Mitteleuropa wächst die Art auf frischen, nährstoffreichen Lehmböden, etwa auf Kahlschlägen und Böschungen, in Gärten, an Waldrändern und im Röhricht. Sie steigt bis in die montane Höhenstufe 1. Als Pflanze feuchter Standorte kommt sie nach englischsprachigen Angaben auch an Bachufern, Gräben, Teichen, Straßenrändern und auf Brachland vor 2.

Das ursprüngliche Areal liegt in Nordamerika; nach englischsprachigen Angaben ist die Art auch im südlichen Südamerika und in Ostasien heimisch.2 In Deutschland ist sie seit 1927 nachgewiesen, die starke Ausbreitung in Europa begann ab etwa 1950. Heute kommt sie vor allem in Nord- und Westeuropa vor, darunter Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Belgien, die Niederlande, Dänemark, Skandinavien, Finnland, Österreich, Tschechien, Polen und Russland 1. Nach Wikipedia erreichte sie Nordeuropa im frühen 20. Jahrhundert und Finnland um 1920 2.

In der OpenInsect-Community wurden bisher 23 Scans der Art erfasst, der letzte am 19.09.2026.

Répartition

Présence et observations actuelles en Allemagne

  • Hessigheimer Felsengärten, Hessigheim, Baden-Württemberg, Deutschland

    23/03/2026

  • Mönchsroth, Bavaria, Deutschland

    22/03/2026

  • Saale, Rudolstadt, Thüringen, Deutschland

    18/03/2026

  • Berlin, Berlin, Deutschland

    15/03/2026

  • Dachau, Bayern, Germany

    27/02/2026

Données : iNaturalist

Observations

Analyse communautaire

OpenInsect
23
Observations au cours des 12 derniers mois
Données de la communauté Silberkraft
Dernière le 19/09/2026
Rejoignez la communauté
Téléchargez une photo et aidez-nous à recenser les espèces.

Saisonnalité

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Oktober 1. In dieser Zeit lässt sich die Art am besten anhand der kleinen hellen Blüten, der drüsig behaarten Stängelspitze und der noch grünen oder bereits geöffneten Kapselfrüchte erkennen. Am Grund bildet die Pflanze eine Blattrosette 1. Die letzten Scans in der OpenInsect-Community stammen aus dem Spätsommer, dem Hauptblütezeitraum der Art.

En pratique

Bedeutung, Schäden & Prävention

In Europa wird Epilobium ciliatum als invasiver Neophyt eingestuft 1. Nach englischsprachigen Angaben konkurriert sie mit dem Rosa Weidenröschen um ähnliche Lebensräume 2; belastbare Schadensangaben für Gärten und Angaben zur Bedeutung für die menschliche Gesundheit nennen die genutzten Quellen nicht.

Da sich die Art über windverbreitete Samen ausbreitet 2, begrenzt das Entfernen der Pflanzen vor der Samenreife die weitere Ausbreitung. Verwechslungen mit heimischen Arten sind häufig; bei Unsicherheit helfen Bestimmungsliteratur oder ein Botaniker vor Ort.

Références

Sources et références

  1. Wikipedia: Drüsiges Weidenröschen. de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%BCsiges_Weidenr%C3%B6schen (abgerufen 30.10.2026)
  2. Wikipedia: Epilobium ciliatum. en.wikipedia.org/wiki/Epilobium_ciliatum (abgerufen 30.10.2026)
  3. GBIF Backbone Taxonomy: Epilobium ciliatum Raf.. gbif.org/species/9188840