- Wissenschaftlicher Name: Myosotis sylvatica Ehrh. ex Hoffm. (1791)13
- Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)13
- Wuchshöhe: etwa 12–45 cm12
- Blüte: himmelblau, Mai bis Juli (nach englischer Quelle ab April)12
- Frucht: vier Klausen, jeweils unter 1,7 mm1
- Standort: frische, nährstoffreiche Böden, Wiesen und Waldränder12
- Höhenverbreitung in Deutschland: bis etwa 1860 m1
- Verwendung: Zierpflanze, zahlreiche Sorten12
Les myosotis de la forêt Myosotis sylvatica
Illustration générée par IA (pas une photographie)
Classification
Taxonomie
- Règne
- Plantae
- Embranchement
- Tracheophyta
- Classe
- Magnoliopsida
- Ordre
- Boraginales
- Famille
- Boraginaceae
- Genre
- Myosotis
Aperçu
Einleitung
Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) ist ein krautiges Raublattgewächs (Boraginaceae) mit himmelblauen Blüten, die im Frühjahr und Sommer erscheinen.123 Die Art ist in Europa und Teilen Asiens heimisch und wächst vor allem auf frischen, nährstoffreichen Wiesen, an Waldrändern und auf Lichtungen.12 Zahlreiche Sorten werden als Zierpflanze in Beeten und Rabatten gezogen, wodurch sich die Art vielerorts verwildert findet.12 Als Gattungsverwandte sind unter anderem das Acker-Vergissmeinnicht und das Sumpf-Vergissmeinnicht im Lexikon beschrieben; eine Übersicht bietet die Gattungsseite Vergissmeinnicht.
En bref
Fakten (kompakt)
Les myosotis de la forêt : photos d'observations réelles
Identification
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Das Wald-Vergissmeinnicht ist eine zwei- bis mehrjährige, nicht selten kurzlebig ausdauernde Pflanze, die nach deutschsprachiger Literatur 15 bis 45 cm hoch wird, nach englischsprachigen Angaben meist 12 bis 30 cm, im Maximum etwa 50 cm.12 Der Stängel ist aufrecht oder ausgebreitet und oft verzweigt. Die Laubblätter sind wechselständig und kurz behaart; die Grundblätter bilden eine gestielte Rosette, die Stängelblätter sind breit lanzettlich und sitzen ungestielt.12 Über kurze oberirdische Ausläufer kann sich die Pflanze vegetativ ausbreiten.1
Die Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und fünfzählig; sie stehen in aufrechten Wickeln. Die Krone ist zunächst rötlich-violett oder rosa, später himmelblau und in der Mitte durch gelbe Schlundschuppen verengt.12 Sie misst nach englischer Quelle etwa 6 bis 10 mm im Durchmesser.2 Der Kelch ist abstehend behaart, die längsten Haare sind Hakenhaare von etwa 0,2 mm Länge.1 Die Frucht zerfällt in vier glänzend dunkelbraune Klausen von weniger als 1,7 mm Länge.12 Weitere Arten der Gattung unterscheiden sich in Kelchbehaarung und Blütengröße; für eine sichere Bestimmung sind diese Merkmale zu prüfen.
Systématique
Namen & Einordnung (kurz)
Der wissenschaftliche Name lautet Myosotis sylvatica Ehrh. ex Hoffm.; erstveröffentlicht wurde die Art 1791 von Georg Franz Hoffmann in „Deutschlands Flora oder Botanisches Taschenbuch“.1 Die Gattung Myosotis gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) in der Ordnung Boraginales.13 Das Epitheton sylvatica bedeutet „im Wald wachsend“. Englisch heißt die Art „wood forget-me-not“.2 Je nach Auffassung werden etwa vier Unterarten unterschieden, darunter subsp. sylvatica und subsp. cyanea; als Synonyme sind unter anderem Myosotis pyrenaica und Myosotis myriantha aufgeführt.1 GBIF führt den Namen als akzeptiert.3
Mode de vie
Biologie & Lebenszyklus
Die Blüten bieten Nektar für Bienen, Schmetterlinge und langrüsselige Fliegen. Die gelben Schlundschuppen wirken als Hindernis für kleine Besucher und zugleich als Saftmal.1 Da Narbe und Staubbeutel auf gleicher Höhe stehen, ist Selbstbestäubung möglich, teils schon vor dem Öffnen der Blüte.1 Die Klausen werden durch Wasser und Wind verbreitet.1 Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.1
Die Pflanze sät sich in Gärten leicht selbst aus und behält ihre Blätter über den Winter; bei Gartenkultur werden die Samen üblicherweise ein Jahr vor der Blüte ausgesät.2 Weil sie sich so leicht verwildert, ist bei Wildfunden oft nicht klar, ob es sich um Gartenflüchtlinge handelt.2 Als Charakterart gilt sie in Gesellschaften der Waldschlagfluren (Atropetalia).1
Répartition
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Europa über den Kaukasus und Westasien bis nach Indien, Pakistan, Bhutan und Nepal.1 Als eingebürgerte Art ist das Wald-Vergissmeinnicht unter anderem in Südafrika, Madeira, Australien, Neuseeland, Nordamerika, Argentinien und Chile nachgewiesen.1 In Deutschland ist es vor allem im Süden häufig und steigt bis etwa 1860 m auf; in Österreich ist es in allen Bundesländern von der submontanen bis zur montanen Stufe verbreitet.1 In Großbritannien wächst es in Wäldern, auf Geröll und an Felsbändern und gilt dort als weit verbreitet.2
Bevorzugt werden frische bis feuchte, nährstoff- und basenreiche, lockere und humose Böden auf Frischwiesen, an Säumen, auf Waldlichtungen und Staudenfluren.1 In der OpenInsect-Community wurden bisher sieben Scans der Art erfasst, der letzte am 09.06.2026 in Rüdesheim am Rhein, Hessen.
Répartition
Présence et observations actuelles en Allemagne
Observations
Analyse communautaire
Saisonnalité
Saisonalität & Aktivität
Die Hauptblütezeit liegt nach der deutschsprachigen Quelle im Mai bis Juli, englische Angaben nennen April bis Juli.12 Die Fruchtreife folgt im Juni bis August.1 Die Rosetten bleiben über den Winter grün.2 Im Garten gilt die Art als typische Frühjahrsblüherin in Beeten.2 Die im Profil hinterlegten Sichtungen auf iNaturalist stammen aus dem April 2026 und fallen damit in die Blütezeit.
Saisonnalité
Saisonnalité et tendance de la demande
Basé sur l'indice Silver Power Trend – notre propre modèle issu de données de recherche et d'observations de la nature
Activité saisonnière
Évolution au fil des ans
En pratique
Bedeutung, Schäden & Prävention
Das Wald-Vergissmeinnicht ist eine verbreitete Wild- und Gartenpflanze ohne Schadwirkung. Es ist ein Nektarspender für Bestäuber und prägt Frischwiesen und Waldsäume im Frühling.1 Zahlreiche Sorten wie ‚Bluesylva‘ und ‚Blue Ball‘ gelten als Gartenzierpflanzen; beide erhielten laut englischer Quelle den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society.2 Die Verwilderung aus Gärten wird in der Literatur beschrieben, ein Gefährdungsstatus wird nicht genannt.2
Zur Giftigkeit enthalten die ausgewerteten Quellen keine Angaben. Pflanzen oder Pflanzenteile sollten deshalb nicht verzehrt werden; bei Verdacht auf eine Aufnahme durch Kinder oder Haustiere ist ärztlicher beziehungsweise tierärztlicher Rat einzuholen.
Références
Sources et références
- Wikipedia (deutsch): Wald-Vergissmeinnicht. de.wikipedia.org/wiki/Wald-Vergissmeinnicht (abgerufen 30.10.2026)
- Wikipedia (englisch): Myosotis sylvatica. en.wikipedia.org/wiki/Myosotis_sylvatica (abgerufen 30.10.2026)
- GBIF Backbone Taxonomy: Myosotis sylvatica Ehrh. ex Hoffm.. gbif.org/species/5341175 (abgerufen 30.10.2026)