- Wissenschaftlicher Name: Porcellio spinicornis Say, 1818
- Familie: Kellerasseln (Porcellionidae)
- Körperlänge: etwa 8–12 mm (selten bis 14 mm)
- Erkennungsmerkmale: dunkler Kopf, gelbe Fleckenreihen, aufgekrempter Mittellappen
- Lebensraum: trockene, sonnige Steinhabitate, Mauern, Gewächshäuser
- Aktivität: nachtaktiv, ganzjährig
- Nahrung: abgestorbenes Pflanzenmaterial
- Verbreitung: Europa; nach Nordamerika eingeschleppt
Hochet palpeur d'épines Porcellio spinicornis
Illustration générée par IA (pas une photographie)
Classification
Taxonomie
- Règne
- Animalia
- Embranchement
- Arthropoda
- Classe
- Malacostraca
- Ordre
- Isopoda
- Famille
- Porcellionidae
- Genre
- Porcellio
Aperçu
Einleitung
Die Dornfühlerassel (Porcellio spinicornis), auch Schwarzkopfassel genannt, ist eine in Europa verbreitete Landassel aus der Familie der Kellerasseln (Porcellionidae) 12. Sie wurde auch nach Nordamerika eingeschleppt 12. Man findet sie vor allem in warmen, trockenen Steinlebensräumen, etwa im oberen Bereich von Mauern, häufig auch in der Nähe des Menschen 1. Anders als die feuchtigkeitsliebende Mauerassel bevorzugt sie trockene, sonnige Stellen 1.
En bref
Fakten (kompakt)
Hochet palpeur d'épines : photos d'observations réelles
Identification
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Körperlänge beträgt 8 bis 12 Millimeter, selten bis 14 Millimeter 1; englischsprachige Quellen nennen etwa 10 bis 15 Millimeter 2. Der Körper ist breit oval, glatt und graubraun; seitlich der dunkleren Körpermitte verlaufen größere gelbe Flecken in Längsreihen, eine Marmorierung fehlt meist 1. Der Kopf ist stets dunkler als der Hinterleib 12. Die Oberfläche glänzt leicht und ist schwach gekörnt 2.
Wichtige Bestimmungsmerkmale sind die zipfelig ausgezogenen Hinterecken des ersten Körpersegments, eine Antenne mit zwei Geißelgliedern und der bogenförmig gerundete, stark aufgekrempte Mittellappen am Kopf 1. Dadurch unterscheidet sich die Art von ähnlichen Arten wie Porcellio monticola und Porcellio montanus sowie von Trachelipus-Arten mit weißen Fleckenreihen 1. Die Kellerassel hat dagegen einen spitz dreieckigen Mittellappen und nur selten Flecken, die Mauerassel besitzt drei Geißelglieder an der Antenne 1. Eine sichere Artbestimmung erfordert Lupe oder Mikroskop.
Systématique
Namen & Einordnung (kurz)
Der wissenschaftliche Name Porcellio spinicornis Say, 1818 ist in der GBIF-Taxonomie als akzeptiert geführt 3. Die Art wurde 1818 von Thomas Say beschrieben; der Artname bezieht sich auf die dornartig vorgezogenen Seitenlappen am Kopf 2. Der deutsche Zweitname Schwarzkopfassel verweist auf den stets dunkleren Kopf 1. Als Synonyme nennt die Literatur unter anderem Porcellio germanicus, Porcellio melanocephalus und Porcellio pictus 1.
Verwandte oder leicht zu verwechselnde Arten mit eigenen Profilen sind die Kellerassel, die Mauerassel und die Rollassel. Allgemeine Informationen zur Gattung bietet das Profil Gattung Porcellio.
Mode de vie
Biologie & Lebenszyklus
Die Dornfühlerassel ist nachtaktiv und ein Zersetzer: Sie frisst abgestorbenes Pflanzenmaterial wie Laub, Zweige und Rinde 2. Bei Störung rollt sie sich zu einer unvollständigen Kugel zusammen, wobei die Antennen sichtbar bleiben 1. Wie alle Asseln entwickelt sie sich direkt aus dotterreichen Eiern; Eier und Jungtiere bleiben bis zum ersten Jugendstadium im Brutbeutel (Marsupium) des Weibchens, der mit Flüssigkeit gefüllt ist 2. Dadurch benötigen die Jungtiere in der Frühentwicklung keine äußere Wasserquelle 2.
Répartition
Vorkommen & Lebensraum
Die Art ist ursprünglich in Europa verbreitet; ihr Ursprung liegt vermutlich in West- und Mitteleuropa 1. Sie kommt von Frankreich, Irland und Großbritannien im Westen über Mitteleuropa bis nach Zentralrussland vor, im Norden bis in den Süden Skandinaviens, im Süden bis Südfrankreich, Norditalien und den westlichen Balkan 1. In Nordamerika ist sie vor allem im südlichen Kanada und im Norden der USA verbreitet 1. In Deutschland ist sie aus fast allen Bundesländern bekannt, kommt aber eher vereinzelt und nicht flächendeckend vor 1. Nach deutschsprachiger Literatur steht sie in Deutschland auf der Vorwarnliste (Jahresangabe in der Quelle nicht genannt) 1; die englischsprachige Quelle bewertet sie international als nicht gefährdet 2.
Die Art ist steinliebend und trockenheitsliebend, mit Vorliebe für alte Gemäuer aus Bruchstein wie Brücken und Burgen, wo sie trockene, sonnige Mauerritzen bewohnt 1. Feuchte, bemooste Steine werden gemieden; dort lebt die Mauerassel, die am gleichen Gemäuer die unteren, feuchten Abschnitte besetzt 1. In Deutschland findet man sie auch in und um Gewächshäuser und Palmengärten sowie an Gewässerufern 1.
In der OpenInsect-Community wurden bisher 27 Scans erfasst, der letzte am 30.10.2026.
Répartition
Présence et observations actuelles en Allemagne
Observations
Analyse communautaire
Saisonnalité
Saisonalität & Aktivität
Die Art ist ganzjährig zu finden und nachtaktiv 1. Tagsüber halten sich die Tiere in Mauerritzen und anderen Verstecken auf. Genaue Angaben zu Fortpflanzungszeiten nennen die ausgewerteten Quellen nicht.
Saisonnalité
Saisonnalité et tendance de la demande
Basé sur l'indice Silver Power Trend – notre propre modèle issu de données de recherche et d'observations de la nature
Activité saisonnière
Évolution au fil des ans
En pratique
Bedeutung, Schäden & Prävention
In der Literatur werden weder Schäden an Gebäuden noch an Vorräten beschrieben. Sie frisst abgestorbenes Pflanzenmaterial 2. In Regionen mit extremer Witterung lebt sie nach Literaturangaben vermehrt in Menschennähe und gelangt regelmäßig auch in Gebäude 1. Außerdem wurde sie in die Haltung als Hobby-Assel eingeführt 2.
Zur Vorbeugung gegen Asseln im Haus gelten allgemein: Feuchtigkeit vermeiden, Mauerritzen und Türschwellen abdichten und Verstecke wie Laub oder Holz an der Hauswand entfernen; das ist eine allgemeine Maßnahme ohne artspezifischen Beleg. Tiere im Haus lassen sich einfach einsammeln und ins Freie setzen.
Références
Sources et références
- Wikipedia: Dornfühlerassel. de.wikipedia.org/wiki/Dornf%C3%BChlerassel (abgerufen 30.10.2026)
- Wikipedia: Porcellio spinicornis. en.wikipedia.org/wiki/Porcellio_spinicornis (abgerufen 30.10.2026)
- GBIF Backbone Taxonomy: Porcellio spinicornis Say, 1818. gbif.org/species/6284504