Fakten (kompakt)
- *Fragaria vesca* erreicht typischerweise eine Höhe von 0,25 bis 0,75 Fuß (ca. 7,6 bis 22,9 cm) und breitet sich durch Ausläufer (Stolonen) 0,75 bis 1 Fuß (ca. 22,9 bis 30,5 cm) aus. - Die Blättchen von *Fragaria vesca* sind 1–6 cm lang und 0,6–4 cm breit, mit gesägten Rändern, die 12–21 Zähne pro Seite aufweisen. - Die Blütenstiele (Scapes) von *Fragaria vesca* sind aufrecht oder leicht abgewinkelt, 5–15 cm hoch und behaart. - Die Blüten von *Fragaria vesca* haben einen Durchmesser von bis zu 18 mm. - Die weißen Blütenblätter von *Fragaria vesca* sind 4–7 mm lang. - Die Früchte von *Fragaria vesca* sind Sammelfrüchte, die aus zahlreichen kleinen, roten Achänen bestehen, die in einem konischen bis eiförmigen, fleischigen Blütenboden eingebettet sind. - Die Früchte von *Fragaria vesca* messen 0,5–1,5 cm in Durchmesser und Länge. - Die Blätter von *Fragaria vesca* wurden von amerikanischen Ureinwohnern als Desinfektionsmittel verwendet. - *Fragaria vesca* bevorzugt die USDA-Winterhärtezonen 5 bis 9. - Die IUCN stuft *Fragaria vesca* global als nicht gefährdet ein, sieht sich aber in Regionen wie England aufgrund von Habitatverlust durch landwirtschaftliche Intensivierung lokalen Bedrohungen ausgesetzt.[3] - Die Unterart *Fragaria vesca* subsp. *americana* ist in Nordamerika heimisch.[3]
*Fragaria vesca* ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist bekannt unter den Trivialnamen Wald-Erdbeere oder auch nur Erdbeere. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte durch Carl von Linné im Jahr 1753. Der Gattungsname *Fragaria* leitet sich vom lateinischen Wort 'fragrans' (duftend) ab und bezieht sich auf das ausgeprägte Aroma der Früchte. Das Artepitheton 'vesca' stammt ebenfalls aus dem Lateinischen und bedeutet 'dünn', 'klein' oder 'schwach', was sich auf die zierliche Gestalt der Pflanze und die geringe Größe der Früchte im Vergleich zu Kultursorten bezieht.[1] Innerhalb der Art *Fragaria vesca* werden vier Unterarten unterschieden, die sich in morphologischen Merkmalen, ihrer geographischen Verbreitung und ihren Fortpflanzungseigenschaften unterscheiden: *F. vesca* subsp. *vesca*, *F. vesca* subsp. *americana*, *F. vesca* subsp. *bracteata* und *F. vesca* subsp. *californica*.[1] *F. vesca* subsp. *vesca* ist hauptsächlich in Eurasien heimisch.[1] *F. vesca* subsp. *americana* kommt im östlichen Nordamerika vor.[1] *F. vesca* subsp. *bracteata* ist im Westen der Vereinigten Staaten und Kanadas verbreitet.[1] *F. vesca* subsp. *californica* ist weitgehend endemisch im Küstenbereich Kaliforniens.[1] Synonyme für *Fragaria vesca* L. sind unter anderem *Fragaria sylvestris* Bubani und *Potentilla vesca* (L.) Scop. Die Wald-Erdbeere ist diploid mit einem Chromosomensatz von 2n=14.[1] Sie ist eine der vier diploiden Ursprungsarten, die durch Hybridisierung zur Entstehung der kultivierten, octoploiden Gartenerdbeere (*F. × ananassa*) beigetragen haben. Im Deutschen existieren neben Wald-Erdbeere weitere Trivialnamen wie Rote Besingkraut oder Ackerbeere.[1]
*Fragaria vesca*, auch bekannt als Wald-Erdbeere, ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die typischerweise eine Höhe von 5–30 cm erreicht, meist jedoch zwischen 10–20 cm hoch wird. Sie bildet kompakte, stammlose Rosetten. Die Pflanze breitet sich vegetativ durch Ausläufer aus und bildet dichte Matten. Das Wurzelsystem ist faserig und flach, verankert durch einen zentralen Wurzelstock oder ein Rhizom. Die Blätter sind grundständig rosettig angeordnet, dreiteilig gefiedert mit drei Blättchen, die an langen Blattstielen von bis zu 25 cm Länge sitzen. Die Blättchen sind eiförmig bis elliptisch oder verkehrt eiförmig, 1–6 cm lang und 0,6–4 cm breit, mit gesägten Rändern, die 12–21 Zähne pro Seite aufweisen. Sie sind oberseits hellgrün und unterseits blasser oder weißlich, und beide Oberflächen sind spärlich behaart. Die Blütenstängel, bekannt als Schäfte, sind aufrecht oder leicht abgewinkelt, 5–15 cm hoch und behaart. Jeder Stängel trägt 1–5 weiße Blüten in einer doldentraubigen Blütenstandsform. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und bis zu 18 mm im Durchmesser. Sie haben fünf verkehrt-eiförmige, weiße Blütenblätter von 4–7 mm Länge, fünf grüne bis braune Kelchblätter und zahlreiche gelbe Staubblätter, die in der Mitte angeordnet sind. Die Blütezeit erstreckt sich typischerweise von April bis August, abhängig von der Region. Die Früchte sind Sammel-Nussfrüchte, die aus zahlreichen kleinen, roten Achänen bestehen, die in einen konischen bis eiförmigen, fleischigen Blütenboden eingebettet sind. Diese Früchte messen 0,5–1,5 cm im Durchmesser und in der Länge und reifen von Juni bis September zu einer leuchtend roten Farbe. Die kleinen Erdbeeren zeichnen sich durch ihr intensives, fruchtiges Aroma aus, das sie von größeren Kultursorten unterscheidet. *Fragaria vesca* bildet schlanke, oberirdische Ausläufer, die an den Knoten wurzeln und neue Pflanzen bilden, was ihre vegetative Vermehrung erleichtert. In milden Klimazonen bleibt die Pflanze immergrün und behält ihre Blätter das ganze Jahr über. In kälteren Gebieten wird sie laubabwerfend und wirft im Winter ihre Blätter ab, um mit geschützten Knospen zu überwintern.[1] Subspezifische Variationen können die Fruchtgröße oder die Blattform leicht beeinflussen, z. B. stärker behaarte Blätter in einigen Formen.[1]
*Fragaria vesca*, auch bekannt als Wald-Erdbeere, kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Ökologisch gesehen dient sie als Bodendecker, der zur Erosionsverhinderung beiträgt und gestörte Standorte stabilisiert. Sie ist eine wichtige Nektar- und Nahrungsquelle für Wildtiere, darunter Schmetterlingslarven, Vögel, Mäuse und Schnecken.[1] Allerdings kann *F. vesca* auch von Schädlingen wie Schnecken und Blattläusen befallen werden, die das Laub und die Früchte schädigen können. Krankheiten wie Echter Mehltau können ebenfalls ein Problem darstellen, insbesondere unter feuchten Bedingungen.[1] In der Landwirtschaft kann *F. vesca* als Indikatorart für Krankheitserreger wie *Verticillium*-Welke bei kultivierten Erdbeeren dienen. Sie kann auch mit invasiven Pflanzen wie der Gefleckten Flockenblume konkurrieren, die sie an offenen Standorten verdrängen kann. Starker Verbiss durch Hirsche, Elche, Kaninchen und Vieh kann ebenfalls ihren Bestand reduzieren.[1] Zur Prävention von Schäden ist es wichtig, die Pflanzen gesund und kräftig zu halten. Dies kann durch die Verbesserung der Luftzirkulation, die Förderung natürlicher Feinde von Schädlingen (z. B. Marienkäfer gegen Blattläuse) durch Begleitpflanzung und die rechtzeitige Entfernung infizierter Pflanzenteile erreicht werden. Der Einsatz von zertifiziertem, krankheitsfreiem Pflanzenmaterial und eine Fruchtfolge können ebenfalls dazu beitragen, Krankheiten zu minimieren.[1] Obwohl *F. vesca* im Allgemeinen widerstandsfähiger gegen Krankheiten ist als Hybrid-Erdbeeren, können bei Bedarf organische Bekämpfungsmethoden wie das manuelle Entfernen von Schnecken oder der Einsatz von Insektizidseife gegen Blattläuse eingesetzt werden.[1] Chemische Fungizide, wie Triazol-Derivate, sind zur Bekämpfung von *Botrytis cinerea* (Grauschimmel) verfügbar.[4] Eine integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM) kann eingesetzt werden, um Schädlings- und Krankheitsprobleme zu minimieren und gleichzeitig den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren. Die Früchte von *Fragaria vesca* sind essbar und reich an Vitamin C, was sie ernährungsphysiologisch wertvoll macht. Sie werden frisch verzehrt oder zu Marmeladen, Desserts und Getränken verarbeitet. Die Blätter wurden traditionell als Diuretikum und Adstringens verwendet. Allerdings sollten schwangere und stillende Frauen den Verzehr von Blättertee vermeiden, da keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen. In hohen Dosen können Blätterextrakte zytotoxisch wirken. Personen mit einer Überempfindlichkeit gegen die Pflanze sollten sie meiden.[1]