Passer au contenu

Hortensien Hydrangea macrophylla

Hortensien

Classification taxonomique

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Cornales (Cornales)
Familie Hydrangeaceae
Gattung Hydrangea
Art Hydrangea macrophylla
Wissenschaftlicher Name: Hydrangea macrophylla (Thunb.) Ser.
Akzeptierter Name
Mehr auf GBIF.org

Einleitung

*Hydrangea macrophylla* ist ein sommergrüner, verholzender Strauch aus der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae), der ursprünglich in Japan beheimatet ist.[1][2] Die Art zeichnet sich durch große, gegenständige Blätter sowie auffällige Blütenstände aus, die im Sommer als ballförmige oder flache Schirmrispen erscheinen. Eine Besonderheit ist die Abhängigkeit der Blütenfarbe vom pH-Wert des Bodens, wobei saure Bedingungen durch Aluminiumaufnahme blaue und alkalische Böden rosa Farbtöne begünstigen.[2] Sie wird weltweit als Zierpflanze in gemäßigten Gärten kultiviert.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Art gedeiht optimal in den USDA-Winterhärtezonen 5 bis 9. - Um Welkeerscheinungen vorzubeugen, benötigt die Pflanze konstant feuchte, gut durchlässige und organisch reiche Böden. - Ein Rückschnitt sollte vorsichtig direkt nach der Blüte erfolgen, da die meisten Kultivare am alten Holz blühen. - Moderne Züchtungen beinhalten kompakte Formen sowie Sorten mit panaschiertem Laub oder verbesserter Farbstabilität. - Antoine Laurent de Jussieu ordnete die Pflanze 1789 zunächst der Gattung *Hortensia* zu. - Der Name „Hortensia“ leitet sich möglicherweise vom lateinischen Begriff *hortus* (Garten) ab oder ehrt den französischen Namen *Hortense*. - Ein historisches, heute obsoletes Synonym ist *Hydrangea hortensis*, das 1792 von James Edward Smith vorgeschlagen wurde. - Taxonomisch wird die Art der Ordnung Cornales und der Klasse Magnoliopsida zugeordnet.[12] - In der Systematik wird häufig zwischen der Mophead-Form (*var. macrophylla*) und der Lacecap-Form (*var. normalis*) unterschieden.[12]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Hydrangea macrophylla* (Thunb.) Ser.[1] Die Erstbeschreibung veröffentlichte Carl Peter Thunberg im Jahr 1784 ursprünglich unter dem Basionym *Viburnum macrophyllum*, bevor Nicolas Charles Seringe die Art 1830 in die Gattung *Hydrangea* überführte.[1][2] Der Gattungsname *Hydrangea* wurde 1753 von Carl von Linné geprägt und setzt sich aus den altgriechischen Begriffen *hydōr* (Wasser) und *angos* (Gefäß) zusammen, was die becherförmige Struktur der Samenkapseln beschreibt. Das Art-Epitheton *macrophylla* leitet sich von *makros* (groß) und *phyllon* (Blatt) ab und verweist auf das charakteristische große Laub der Spezies.[2] Ein historisch bedeutendes, heute jedoch veraltetes Synonym ist *Hydrangea hortensis*, das 1792 von James Edward Smith vorgeschlagen wurde.[1] Der Trivialname „Hortensie“ etablierte sich im Europa des 18. Jahrhunderts, nachdem Antoine Laurent de Jussieu die Pflanze 1789 zunächst der Gattung *Hortensia* zuordnete. Diese Benennung ehrt möglicherweise die Französin Hortense oder leitet sich vom lateinischen *hortus* (Garten) ab. Zu den internationalen Trivialnamen zählen „Bigleaf hydrangea“, „French hydrangea“ und „Mophead hydrangea“. Systematisch wird *Hydrangea macrophylla* der Familie Hydrangeaceae und der Ordnung Cornales zugerechnet. Phylogenetische Untersuchungen platzieren die Art in die Sektion Macrophyllae, wobei der Ursprung der Tribus Hydrangeeae in Asien vor etwa 30 Millionen Jahren vermutet wird.[2] Innerhalb der Art wird taxonomisch oft zwischen den „Mophead“-Formen (*var. macrophylla*) und den „Lacecap“-Formen (*var. normalis*) unterschieden, basierend auf der Architektur der Blütenstände.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Hydrangea macrophylla wächst als sommergrüner, verholzender Strauch mit einem rundlichen bis ausladenden Habitus und erreicht typischerweise Wuchshöhen und -breiten von 1 bis 3 Metern.[3][2] Die Pflanze bildet eine grobe Textur mit vieltriebigen, direkt aus dem Boden entspringenden Sprossen, deren Rinde an älteren Ästen hellbraun bis lohfarben ist und oft abblättert. Junge Triebe sind pubeszent behaart, was zum texturierten Erscheinungsbild während des aktiven Wachstums beiträgt.[2] Die gegenständigen, einfachen Laubblätter sind eiförmig bis elliptisch, messen 10 bis 20 cm in der Länge und besitzen einen gesägten Blattrand sowie eine zugespitzte Blattspitze.[3][2] Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün und dickfleischig, während die Unterseite kahl oder leicht filzig behaart ist. Das Wurzelsystem ist faserig und flachgründig ausgebildet, um Feuchtigkeit aus den oberen Bodenschichten aufzunehmen.[2] Die endständigen Blütenstände erscheinen als Schirmrispen (Corymbs) mit einem Durchmesser von 10 bis 20 cm.[5] Man unterscheidet zwei Hauptformen: „Mophead“ mit halbkugeligen Clustern aus meist sterilen Blüten und „Lacecap“ mit flachen Schirmen aus fertilen zentralen Blüten, umgeben von sterilen Randblüten.[3][5] Die fertilen Blüten sind klein (4–6 mm), aktinomorph und besitzen fünf Petalen sowie acht bis zehn Staubblätter. Die auffälligen sterilen Blüten weisen vier vergrößerte, blütenblattartige Kelchblätter auf, die 2 bis 5 cm breit sind.[5] Die Färbung der Kelchblätter variiert je nach Boden-pH-Wert zwischen Rosa, Blau und Purpur, bedingt durch das Pigment Delphinidin.[2] Nach der Bestäubung entwickeln sich 6 bis 8 mm lange, trockene Kapselfrüchte. Diese enthalten zahlreiche winzige, staubartige Samen, die spindelförmig und längs gestreift sind.[5] Eine Verwechslungsgefahr besteht primär mit der nah verwandten *Hydrangea serrata*, die genetisch ähnlich ist, aber oft zierlicher wächst.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Hydrangea macrophylla wird primär als Zierpflanze kultiviert, gilt jedoch in Regionen wie Neuseeland, den Azoren und Madeira als invasives Umweltunkraut, das heimische Unterholzarten verdrängt.[10][2] In den meisten Anbaugebieten fungiert sie als ökologischer Nützling, der Bestäubern wie Bienen und Schwebfliegen Nektar bietet und durch sein faseriges Wurzelsystem zur Erosionskontrolle an Hängen beiträgt. Aus gesundheitlicher Sicht ist Vorsicht geboten, da Pflanzenteile cyanogene Glykoside enthalten, deren Verzehr bei Menschen und Haustieren zu Erbrechen, Durchfall und Magenbeschwerden führen kann.[3] Zu den bedeutendsten Schädlingen zählen Blattläuse (Aphididae), die Honigtau absondern und Rußtau begünstigen, sowie Spinnmilben (Tetranychus urticae), die bei heißem Wetter Blattverfärbungen und Gespinste verursachen. Schildläuse wie Lepidosaphes ulmi schwächen die Pflanze durch Saftentzug, während Rosenkäfer (Macrodactylus subspinosus) Fraßschäden an Blüten und Laub hinterlassen.[5] Pilzliche Erkrankungen wie Echter Mehltau (Erysiphe polygoni) und Grauschimmel (Botrytis cinerea) treten besonders in feuchten Umgebungen auf und beeinträchtigen die Ästhetik und Vitalität. Bakterielle Infektionen durch Xanthomonas führen zu welkenden, nekrotischen Blattflecken, die durch Spritzwasser verbreitet werden.[3] Ein effektives Management beginnt mit präventiven Kulturmaßnahmen, insbesondere der Vermeidung von Überkopfberegnung zur Reduktion der Blattfeuchte und der Einhaltung von Pflanzabständen für eine gute Luftzirkulation.[3][5] Hygienische Maßnahmen (Sanitation), wie das Entfernen infizierter Pflanzenreste und abgefallenen Laubs, sind essenziell, um Überwinterungsorte für Sporen und Schädlinge zu minimieren.[3] Das Monitoring sollte regelmäßige Kontrollen auf Blattverfärbungen, Welkeerscheinungen oder Insektenkolonien umfassen, um Befall frühzeitig zu erkennen.[5] Bei starkem Schädlingsdruck können chemische Bekämpfungsstrategien erforderlich sein; Patente beschreiben hierfür synergistische Zusammensetzungen aus Acetamiprid und Deltamethrin, die hohe Wirkungsgrade gegen Insektenkrankheiten erzielen.[3] Integrierte Ansätze kombinieren diese Maßnahmen mit der Standortwahl, da gestresste Pflanzen auf verdichteten oder nährstoffarmen Böden anfälliger für biotische Stressfaktoren sind.[10]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzungsbiologie von *Hydrangea macrophylla* ist primär entomophil, wobei Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen die Bestäubung der fertilen Blüten übernehmen. Die Art weist eine starke Selbstinkompatibilität auf, was Fremdbestäubung zur Bildung lebensfähiger Samen notwendig macht. In den Infloreszenzen finden sich oft zwei Blütentypen: kleine, nektar- und pollenreiche fertile Blüten im Zentrum sowie große, sterile Schauapparate am Rand, die der optischen Anlockung dienen.[3] Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich 6–8 mm lange, trockene Kapseln, die im Herbst aufspringen und zahlreiche winzige, staubartige Samen durch den Wind verbreiten.[2] Die Samen sind lichtkeimend und weisen oft eine Dormanz auf, die durch eine Kältestratifikation von 30 bis 60 Tagen bei 4–5 °C gebrochen wird.[8] Der Lebenszyklus ist durch eine ausgeprägte Saisonalität geprägt: In gemäßigten Klimazonen dauert die Blütezeit von Juni bis September. Während klassische Sorten am alten Holz blühen, induzieren remontierende Formen Blütenknospen auch am diesjährigen Austrieb, was die Blüte bis zum ersten Frost verlängern kann. Physiologisch bemerkenswert ist die Abhängigkeit der Kelchblattfärbung vom Boden-pH-Wert: In sauren Böden (pH < 5,5) bildet das Anthocyan Delphinidin-3-Glucosid mit aufgenommenen Aluminiumionen einen stabilen blauen Komplex. In alkalischen Substraten (pH > 6,5) fällt Aluminium aus, wodurch die Blüten rosa erscheinen.[2] Als laubabwerfender Strauch benötigt *H. macrophylla* eine Winterruhe und ist in den USDA-Zonen 5 bis 9 winterhart, wobei Spätfröste die Knospen schädigen können.[5][2] Die Pflanze ist an feuchte Standorte angepasst und reagiert aufgrund ihrer großen Blattfläche empfindlich auf Trockenstress und hohe Evaporation.[2] Zu den biotischen Stressfaktoren zählen sap-saugende Schädlinge wie Blattläuse (*Aphididae*) und Spinnmilben (*Tetranychus urticae*), die besonders bei Trockenheit und Hitze auftreten. Pilzliche Erreger wie Echter Mehltau (*Erysiphe polygoni*) und *Botrytis cinerea* infizieren die Pflanzen vorwiegend unter feuchten Bedingungen.[5]

Vorkommen & Lebensraum

Hydrangea macrophylla ist in Japan endemisch und kommt natürlich in den gemäßigten Regionen von Süd-Zentral-Honshu vor, insbesondere in Küstengebieten auf der Pazifikseite sowie auf den Izu- und Ogasawara-Inseln.[1][2] Der primäre Lebensraum umfasst Wälder, Waldränder und Grasland in Meeresnähe, wobei die Art feuchte, schattige Standorte wie Flussufer bevorzugt.[2][3] Die vertikale Verbreitung erstreckt sich vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von etwa 1000 Metern.[2] Die Einführung nach Europa erfolgte im späten 18. Jahrhundert, wobei erste Exemplare um 1788 Großbritannien erreichten und im frühen 19. Jahrhundert nach Nordamerika gelangten.[7] Aktuell wird die Art weltweit in gemäßigten Klimazonen der USDA-Winterhärtezonen 5 bis 9 kultiviert. In Europa findet sie optimale Bedingungen in küstennahen Regionen und Gebieten mit milden Wintern, während sie in kontinentalen Lagen vor Spätfrösten geschützt werden muss.[3] Außerhalb des natürlichen Areals ist *Hydrangea macrophylla* gelegentlich verwildert und zeigt in geeigneten Habitaten invasives Potenzial. Auf den Azoren und Madeira hat sie sich als invasiv etabliert, und in Neuseeland wird sie als Umweltunkraut klassifiziert, das in regenreichen Gebieten heimische Unterwuchspflanzen verdrängt. Im Südosten der Vereinigten Staaten wurden ebenfalls spontane Populationen dokumentiert, die meist aus Gartenabfällen in feuchten, gestörten Arealen entstanden sind.[2] Die ökologische Ausbreitung wird durch die hohe Empfindlichkeit gegenüber Trockenheit begrenzt, weshalb Vorkommen in ariden Zonen auf künstlich bewässerte Mikroklimate beschränkt sind.[3] Beobachtungsdaten bestätigen die globale Präsenz vorwiegend in anthropogen geprägten Siedlungsräumen und Gärten.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit von *Hydrangea macrophylla* erstreckt sich in gemäßigten Klimazonen typischerweise von Juni bis September.[3] Bei remontierenden Sorten kann die generative Aktivität durch erneute Blütenbildung an neuem Holz bis zum ersten Frost im Herbst andauern.[4] Als laubabwerfendes Gehölz zeigt die Pflanze im Herbst eine Blattverfärbung ins Gelbe, Rote oder Purpurne, bevor die Abszission eintritt.[2] Die Überwinterung erfolgt in einem Ruhestadium, wobei die Blütenknospen bei den meisten Kultivaren bereits im Vorjahr am alten Holz angelegt werden. Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig; während die Pflanze in den Winterhärtezonen 5 bis 9 gedeiht, können Spätfröste die Knospen schädigen und starke Sommerhitze führt ohne ausreichende Bodenfeuchte zu Welkeerscheinungen. Während der sommerlichen Blütezeit werden die fertilen Blüten im Zentrum der Infloreszenzen von Bestäubern wie Bienen und Schwebfliegen angeflogen.[5] Parallel zur Vegetationsperiode treten spezifische Schädlinge auf; so erscheinen die Adulten des Rosenkäfers (*Macrodactylus subspinosus*) im Juni und Juli für eine zwei- bis vierwöchige Fraßperiode. Unter warmen Bedingungen können Blattläuse auf den frischen Trieben bis zu 12 Generationen pro Jahr hervorbringen.[3] Das öffentliche Interesse korreliert stark mit der phänologischen Hauptblütezeit und erreicht in den Monaten Juli und August seinen Höhepunkt.[6]

Recherche scientifique et brevets

CN-106359438-A Chemical Inconnu

Herstellungsverfahren einer synergistischen Pestizidzusammensetzung

Jiangsu Lvzhou Gardening Green Company Ltd. (2016)

Pertinence: 8/10

Résumé

Dieses Patent beschreibt die Herstellung eines Pestizids, das spezifisch zur Bekaempfung von Insektenkrankheiten an Hydrangea macrophylla entwickelt wurde. Die Zusammensetzung enthaelt unter anderem Acetamiprid und Deltamethrin sowie synergistische Hilfsstoffe. Es wird eine Bekaempfungsrate von ueber 92% und eine langanhaltende Wirkung gegen Schaedlinge auf der Hortensie erreicht. Dies ist hochrelevant fuer den Pflanzenschutz dieser Spezies.

Sources et références

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/791637-1
  2. https://www.gbif.org/species/2985994
  3. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/hydrangea-macrophylla/
  4. https://endlesssummerhydrangeas.eu/history/
  5. https://hgic.clemson.edu/factsheet/hydrangea/
  6. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert), DE, 265 Datenpunkte.
  7. https://thegardenhistory.blog/2024/07/27/hydrangeas/
  8. https://plantsciences.tennessee.edu/wp-content/uploads/sites/25/2021/11/Hydrangea-Production_Cultivar-Selection-and-General-Practices-to-Consider-When-Propagating-and-Growing-Hydrangea-PB1840-A.pdf
  9. https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2021.585665/full
  10. http://www.hear.org/pier/species/hydrangea_macrophylla.htm
  11. https://theteacupoflife.com/2017/02/amacha-japanese-herbal-tea.html
  12. Literaturzusammenfassung: Hydrangea macrophylla