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Größe von Silberfischen – Wie groß werden die kleinen Insekten wirklich?
janvier 22, 2026 Patricia Titz

Größe von Silberfischen – Wie groß werden die kleinen Insekten wirklich?

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Sie huschen nachts über den Badezimmerboden, tauchen plötzlich in der Küche auf oder erschrecken uns beim Öffnen eines alten Buches: Silberfische. Doch manchmal stockt der Atem, weil das Exemplar, das gerade unter die Fußleiste geflitzt ist, ungewöhnlich groß wirkte. War das noch ein normales Silberfischchen oder haben wir es mit einer Mutation zu tun? Die Frage nach der Größe dieser Urinsekten ist nicht nur eine der Neugier, sondern oft der erste Schritt zur korrekten Identifizierung eines Schädlingsproblems. Denn was viele nicht wissen: In unseren Häusern leben mittlerweile verschiedene Arten dieser flinken Insekten, und die Größe ist eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen dem harmlosen Mitbewohner und dem potenziell zerstörerischen Materialschädling. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der Zygentoma (Fischchen) ein, analysieren wissenschaftliche Daten zu ihrer Entwicklung und klären endgültig, wie groß die kleinen Insekten wirklich werden können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Körperlänge vs. Gesamtlänge: Die wissenschaftliche Größenangabe bezieht sich meist nur auf den Körper (ohne Fühler und Schwanzanhänge). Mit Anhängen wirken die Tiere oft doppelt so groß.
  • Das Klassische Silberfischchen (Lepisma saccharina): Erreicht eine Körperlänge von ca. 10 bis 12 mm.
  • Das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata): Ist deutlich größer und erreicht Körperlängen von bis zu 15–19 mm (mit Fühler bis zu 4 cm Gesamtlänge).
  • Wachstum: Fischchen wachsen ihr Leben lang weiter und häuten sich auch als erwachsene Tiere (ametabole Entwicklung).
  • Verwechslungsgefahr: Wenn Sie ein "riesiges Silberfischchen" sehen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um das invasivere Papierfischchen.
  • Einflussfaktoren: Temperatur und Nahrungsverfügbarkeit beeinflussen die Wachstumsgeschwindigkeit und Endgröße maßgeblich.

Die Anatomie der Größe: Was messen wir eigentlich?

Bevor wir uns den exakten Millimeterangaben widmen, ist es entscheidend zu verstehen, wie Wissenschaftler Insekten messen und wie das menschliche Auge diese Größe wahrnimmt. Wenn Sie nachts im Bad ein Fischchen sehen, nehmen Sie die Gesamterscheinung wahr. Diese setzt sich zusammen aus:

  1. Den langen Antennen (Fühlern) am Kopf.
  2. Dem eigentlichen Körper (Thorax und Abdomen).
  3. Den drei Schwanzanhängen (zwei Cerci und ein Terminalfilum) am Hinterleib.

In der wissenschaftlichen Literatur, wie beispielsweise den Berichten des Norwegian Institute of Public Health (NIPH), wird in der Regel nur die reine Körperlänge (Kopf bis Ende des Hinterleibs, ohne Anhänge) angegeben [1]. Dies führt oft zu Verwirrung, da ein Tier mit einer Körperlänge von 12 mm durch seine langen Antennen und Schwanzfäden optisch leicht 30 mm oder mehr einnehmen kann. Diese Diskrepanz zwischen "gemessener" und "gefühlter" Größe ist oft der Grund für panische Berichte über "Mutanten-Silberfische".

Artenvergleich: Wer wird wie groß?

In Mitteleuropa und zunehmend weltweit in menschlichen Behausungen treffen wir primär auf drei bis vier Arten aus der Ordnung der Zygentoma. Die Unterscheidung anhand der Größe ist ein erster, wichtiger Indikator für die Schädlingsbekämpfung.

1. Das Gewöhnliche Silberfischchen (Lepisma saccharina)

Das klassische Silberfischchen ist der bekannteste Vertreter. Es begleitet den Menschen schon seit Jahrhunderten. Nach Angaben von Reichholf (2002) und Weidner (1993) erreichen voll ausgewachsene Silberfischchen eine Körperlänge von knapp 10 bis 12 mm [2]. Manche Quellen geben eine Spanne von bis zu 11,5 mm an [3].

Charakteristisch für ihre Größe ist, dass sie relativ kompakt wirken. Ihre Schwanzanhänge sind im Vergleich zum Körper kürzer als bei ihren Verwandten (weniger als die halbe Körperlänge). Dies lässt sie optisch kleiner erscheinen.

2. Das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) – Der "Riese"

Hier liegt oft der Ursprung der Sorge über "riesige Silberfische". Das Papierfischchen, auch Kammfischchen genannt, ist ein invasiver Lästling, der sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet hat. Laut dem LWL-Archivamt für Westfalen und dem NIPH werden diese Tiere deutlich größer:

  • Körperlänge: Erwachsene Tiere erreichen im Durchschnitt 12 bis 15 mm, unter optimalen Bedingungen sogar bis zu 18 oder 19 mm [1] [4].
  • Gesamterscheinung: Die Antennen und die drei Schwanzfäden sind beim Papierfischchen extrem lang – oft länger als der Körper selbst. Ein ausgewachsenes Papierfischchen kann somit eine Gesamtlänge von 4 bis 5 cm erreichen.

Wenn Sie also ein Tier sehen, das aussieht wie ein Silberfisch, aber deutlich größer und "borstiger" wirkt, haben Sie es höchstwahrscheinlich mit Ctenolepisma longicaudata zu tun.

Warnung: Größe deutet auf Gefahr für Papier hin

Die Unterscheidung durch die Größe ist essenziell. Während das kleinere, gewöhnliche Silberfischchen hohe Luftfeuchtigkeit benötigt und oft nur ein Lästling im Bad ist, kommt das größere Papierfischchen auch mit trockenerer Luft zurecht. Es frisst, wie der Name sagt, Zellulose und kann Bücher, Dokumente und Tapeten massiv schädigen. Ein "großer Silberfisch" im Bücherregal ist fast immer ein Papierfischchen und erfordert Handeln.

3. Das Ofenfischchen (Thermobia domestica)

Das Ofenfischchen liebt es extrem warm (über 30°C) und ist daher in normalen Wohnräumen seltener, eher in Bäckereien oder Heizungskellern zu finden. Von der Größe her ähnelt es dem Papierfischchen und wird etwa 11 bis 13 mm groß, wirkt aber durch seine gescheckte Färbung ("Pfeffer und Salz") anders. Auch hier sind die Antennen sehr lang [1].

4. Das Geisterfischchen (Ctenolepisma calva)

Dieser Vertreter ist eher selten und der kleinste im Bunde. Ausgewachsene Tiere erreichen oft nur eine Körperlänge von ca. 8 mm. Sie sind fast weißlich-transparent, da ihnen oft die typischen Schuppen fehlen oder diese sehr hell sind [1].

Entwicklung und Wachstum: Ein Leben lang Häutung

Ein faszinierender Aspekt, der die Größe der Silberfische bestimmt, ist ihre Entwicklungsbiologie. Im Gegensatz zu Fliegen oder Schmetterlingen durchlaufen Fischchen keine vollständige Metamorphose (Holometabolie) mit Raupen- und Puppenstadium. Sie sind ametabol. Das bedeutet:

Die Jungtiere (Nymphen), die aus den Eiern schlüpfen, sehen aus wie Miniatur-Ausgaben der Erwachsenen. Frisch geschlüpfte Nymphen sind winzig:

  • Größe beim Schlupf: Ca. 1,8 bis 2,9 mm (je nach Art) [3].
  • Aussehen: Anfangs noch weißlich und ohne Schuppen. Die typische silbrige oder graue Färbung durch Schuppen entwickelt sich erst nach mehreren Häutungen (meist ab dem 3. oder 4. Larvenstadium).

Das Phänomen der adulten Häutung

Die meisten Insekten hören auf zu wachsen, sobald sie das Erwachsenenstadium (Imago) erreicht haben und geschlechtsreif sind. Nicht so die Silberfische. Sie wachsen extrem langsam und häuten sich ihr ganzes Leben lang weiter – auch nachdem sie bereits geschlechtsreif sind. Ein Silberfischchen kann bis zu 4 oder 5 Jahre alt werden und sich in dieser Zeit bis zu 40, 50 oder gar 60 Mal häuten [2].

Das bedeutet für die Größe:

  1. Kontinuierliches Wachstum: Ein sehr großes Exemplar ist in der Regel ein sehr altes Exemplar.
  2. Regeneration: Durch die ständigen Häutungen können sie verlorene Gliedmaßen (wie Teile der langen Antennen) nachbilden, was dazu führt, dass ältere Tiere oft makellos und damit noch imposanter wirken.

Einflussfaktoren auf die Körpergröße

Nicht jedes Silberfischchen erreicht seine maximale potenzielle Größe. Verschiedene Umweltfaktoren spielen eine entscheidende Rolle dabei, ob ein Insekt zum "Riesen" wird oder klein bleibt.

Temperatur

Fischchen sind wechselwarme Tiere. Ihre Stoffwechselrate hängt direkt von der Umgebungstemperatur ab.

  • Silberfischchen (L. saccharina): Bevorzugen 20-30°C. Unter 10°C stoppt die Aktivität fast vollständig.
  • Papierfischchen (C. longicaudata): Haben ihr Optimum bei ca. 20-26°C. Bei diesen Temperaturen wachsen sie am effizientesten. Interessanterweise können niedrigere Temperaturen den Lebenszyklus verlängern, was dazu führt, dass die Tiere langsamer wachsen, aber über einen längeren Zeitraum hinweg dennoch ihre Endgröße erreichen können [1].

Nahrungsverfügbarkeit

Wie bei allen Lebewesen bestimmt die Energieaufnahme das Wachstum. Silberfische sind extrem hungertolerant. Ein ausgewachsenes Tier kann bis zu 300 Tage ohne Nahrung überleben. In Hungerphasen wachsen sie nicht und häuten sich seltener oder gar nicht. Finden sie jedoch reichhaltige Stärke- und Proteinquellen (z.B. tote Insekten, Haarschuppen, Zucker, Kleister), erreichen sie schneller ihre maximale Körpergröße.

Praxis-Tipp: Größenbestimmung zur Befallsanalyse

Nutzen Sie Klebefallen (Monitoring-Fallen), um die Größe der Tiere zu bestimmen.

  • Finden Sie viele sehr kleine Tiere (2-4 mm) ohne Schuppen, deutet dies auf ein aktives Nest und frische Vermehrung in unmittelbarer Nähe hin.
  • Finden Sie nur große Einzeltiere, kann es sich um "Wanderer" handeln, die aus Nachbarwohnungen oder anderen Gebäudeteilen zugewandert sind.
  • Messen Sie die Tiere auf der Klebefläche (ohne Fühler). Sind sie deutlich über 12 mm, müssen Sie Ihre Bekämpfungsstrategie auf Papierfischchen ausrichten (trockenheitsresistenter, Ködergel mit anderen Lockstoffen).

Verwechslungsgefahr: Was ist sonst noch so groß?

Manchmal wird die Größe von Silberfischen überschätzt, weil sie mit anderen Insekten verwechselt werden. Wenn Sie ein Tier sehen, das 2-3 cm Körperlänge hat, ist es definitiv kein Silberfischchen.

  • Ohrwürmer: Werden oft im Bad gefunden. Sie sind größer, dunkler und haben die typische Zange am Hinterleib.
  • Asseln (Kellerasseln): Wirken durch ihren Panzer massiver, sind aber langsamer und haben keine langen Schwanzfäden.
  • Kammfischchen (Papierfischchen): Wie erwähnt, die häufigste Verwechslung. Sie sind die "großen Brüder" der Silberfische.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Können Silberfische beißen, wenn sie so groß werden?

Nein. Egal ob 5 mm oder 15 mm – Silberfische und Papierfischchen haben Mundwerkzeuge, die für das Schaben an Oberflächen (Papier, Hautschuppen, Schimmel) ausgelegt sind. Sie können die menschliche Haut nicht durchdringen und beißen nicht. Sie sind für den Menschen gesundheitlich unbedenklich, übertragen keine Krankheiten, sind aber lästig und können Materialschäden verursachen.

Wie schnell wachsen Silberfische?

Das Wachstum ist sehr langsam. Vom Ei bis zum geschlechtsreifen Tier kann es bei Zimmertemperatur zwischen 4 Monaten und bis zu 3 Jahren dauern (je nach Art und Bedingungen). Das Papierfischchen benötigt für einen kompletten Lebenszyklus oft 18 bis 36 Monate [1]. Das erklärt, warum ein Befall oft erst spät bemerkt wird – die Population wächst langsam, aber stetig.

Warum sind manche Silberfische weiß?

Weiße "Silberfische" sind in der Regel Nymphen (Jungtiere) in den ersten Entwicklungsstadien. Sie haben noch keine Schuppen gebildet. Erst nach der 3. oder 4. Häutung entwickeln sich die silbrigen Schuppen. Finden Sie viele weiße Tiere, haben Sie einen "Kindergarten" entdeckt, was auf ein Nest in der Nähe hindeutet.

Werden Silberfische im Alter immer größer?

Ja, aber das Wachstum verlangsamt sich. Nach Erreichen der Geschlechtsreife (ca. ab dem 10.-14. Stadium) wachsen sie bei den weiteren Häutungen nur noch minimal, regenerieren sich aber. Ein 12 mm großes Silberfischchen ist also definitiv ein "Senior".

Helfen Hausmittel auch gegen die großen Papierfischchen?

Bedingt. Da Papierfischchen größer und widerstandsfähiger gegen Trockenheit sind als normale Silberfische, reicht das bloße Lüften und Heizen (zur Senkung der Luftfeuchtigkeit) oft nicht aus. Während Silberfische bei unter 50% Luftfeuchte sterben, überleben Papierfischchen dies problemlos. Hier sind oft spezifische Ködergele mit Indoxacarb oder Clothianidin notwendig, wie Studien zeigen [6].

Fazit

Die Frage "Wie groß werden Silberfische?" führt uns direkt zur Unterscheidung der Arten. Ein klassisches Silberfischchen (Lepisma saccharina) bleibt mit maximal 12 mm Körperlänge ein eher kleinerer Bewohner feuchter Sanitärbereiche. Begegnen Sie jedoch einem Exemplar, das deutlich größer wirkt (Körper bis 19 mm, Gesamtlänge bis 4-5 cm), haben Sie es höchstwahrscheinlich mit dem Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) zu tun.

Diese Unterscheidung ist nicht akademisch, sondern praktisch relevant: Das größere Papierfischchen ist mobiler, trockenheitsresistenter und eine größere Gefahr für Ihre Bücher und Dokumente. Nutzen Sie die Größe als Diagnose-Tool. Ein einzelnes großes Tier ist oft ein alter Wanderer, viele kleine weiße Tiere sind ein Alarmzeichen für aktive Vermehrung. Unabhängig von der Größe gilt: Ein massiver Befall sollte durch Kombination von Hygienemaßnahmen (Nahrungsentzug), baulichen Maßnahmen (Ritzen verschließen) und gezielten Ködern bekämpft werden.

Quellen und Referenzen

  1. Aak, A., Rukke, B.A., Ottesen, P.S., Hage, M.: Long-tailed silverfish (Ctenolepisma longicaudata) – biology and control. Norwegian Institute of Public Health (NIPH), Oslo, 2019.
  2. Reichholf, Josef H.: Altersaufbau und Aktivität einer Population des Silberfischchens Lepisma saccharina L. Mitteilungen der Zoologischen Gesellschaft Braunau, Bd. 8, Nr. 2: 205-217, 2002.
  3. Sellenschlo, U.: Silberfischchen (Lepisma saccharina) - Steckbrief. Institut für Hygiene und Umwelt, Hamburg.
  4. Nithack, Friederike J.: Bestandserhaltung konkret: Strategien zur Bekämpfung von Papierfischchen. LWL-Archivamt für Westfalen, 2019.
  5. Pinniger, D. et al.: Handbuch Integriertes Schädlingsmanagement in Museen, Archiven und historischen Gebäuden. Berlin, 2016.
  6. Aak, A., Hage, M., Lindstedt, H.H., Rukke, B.A.: Development of a Poisoned Bait Strategy against the Silverfish Ctenolepisma longicaudata. Insects 2020, 11, 852.

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