Häufige Fragen (FAQ)
Stinkwanzen gehören zur Familie der Baumwanzen (Pentatomidae). Sie sind Pflanzensauger, die für ihren schildförmigen Körper und ihre namensgebende Fähigkeit bekannt sind, bei Gefahr ein übelriechendes Sekret aus speziellen Stinkdrüsen abzusondern.
Die Tiere haben einen charakteristischen, schildförmigen Körperbau und sechs Beine. In Deutschland begegnet man am häufigsten der grünen Stinkwanze (Palomena prasina) oder der braun marmorierten Baumwanze. Sie werden meist zwischen 12 und 17 mm groß.
Zur aktiven Abwehr bieten wir wirksame Repellents und Barriere-Sprays an. Diese verhindern das Eindringen in die Wohnung. Einzelne Tiere sollten nicht zerquetscht, sondern vorsichtig mit einem Glas und Papier nach draußen befördert oder mit einem speziellen Insektenspray behandelt werden.
Für eine unmittelbare Wirkung eignen sich unsere SOS-Sprays auf Basis von Kontaktwirkstoffen wie Geraniol. Diese Sprays wirken direkt auf das Nervensystem oder die Atemwege der Insekten und stoppen sie innerhalb kürzester Zeit.
Nein, Stinkwanzen beißen oder stechen keine Menschen oder Haustiere. Sie besitzen einen Rüssel, der rein zum Saugen von Pflanzensäften konzipiert ist. Sie sind für den Menschen physisch völlig harmlos.
Besonders im Herbst werden die Tiere von Lichtquellen und der Wärme von Hausfassaden angezogen. Auch bestimmte Wirtspflanzen im Garten, wie Beerensträucher oder Obstbäume, wirken anziehend.
Sobald sie im Haus sind, suchen sie dunkle, geschützte Orte für die Überwinterung. Häufig findet man sie in Fensterfalzen, hinter Vorhängen, in Dielenritzen oder hinter Schränken.
Stinkwanzen ernähren sich rein vegetarisch von Pflanzensäften. Sie saugen an Blättern, Stängeln und Früchten von Obst- und Gemüsepflanzen sowie Ziersträuchern.
Die Lebensdauer beträgt meist etwa ein Jahr. Die adulten Tiere schlüpfen im Frühsommer, pflanzen sich fort und suchen im späten Herbst ein Winterquartier, um im nächsten Frühjahr erneut Eier abzulegen.
Der Geruch wird oft als stechend, metallisch oder ähnlich wie extrem konzentrierter Koriander beschrieben. Das Sekret dient der Abschreckung von Fressfeinden und wird bei Stress oder Bedrohung freigesetzt.
Die Weibchen legen ihre Eier meist in Gruppen von 20 bis 30 Stück auf den Unterseiten von Blättern ab. So sind die Larven nach dem Schlüpfen direkt an ihrer Nahrungsquelle geschützt.
Milde Winter und heiße Sommer begünstigen die Vermehrung. Zudem breiten sich invasive Arten wie die Marmorierte Baumwanze aus, die in Europa kaum natürliche Feinde haben und sich deshalb massenhaft vermehren können.
Die Wanzen sind weder giftig noch übertragen sie Krankheiten auf Menschen. Der Schaden ist rein ästhetischer Natur (Geruch) oder betrifft die Landwirtschaft und den Gartenbau durch Fraßschäden an Früchten.
Die Hauptsaison für Begegnungen im Haus ist der Spätsommer bis Spätherbst (September bis November), wenn die Tiere aktiv nach warmen Plätzen für die Überwinterung suchen.
Man sollte sie auf keinen Fall zerquetschen. Dabei wird schlagartig das gesamte Stinksekret freigesetzt, dessen Geruch sich hartnäckig in Textilien und auf Oberflächen hält und zudem weitere Wanzen anlocken kann.