- Wissenschaftlicher Name: Medicago lupulina L. (Linné 1753)
- Familie: Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
- Wuchs: ein- bis zweijährig, etwa 10 bis 50 cm
- Blüte: gelb, 2 bis 5 mm, Köpfchen mit 10 bis 50 Blüten, Mai bis Oktober
- Frucht: eingerollte, schwarzbraune einsamige Hülse
- Standort: warme, kalkhaltige, mäßig trockene Böden
- Höhenverbreitung: bis etwa 1.800 m
- Besonderheit: Knöllchenbakterien (Stickstoffbindung)
trèfle de houblon Medicago lupulina
Illustration générée par IA (pas une photographie)
Classification
Taxonomie
- Règne
- Plantae
- Embranchement
- Tracheophyta
- Classe
- Magnoliopsida
- Ordre
- Fabales
- Famille
- Fabaceae
- Genre
- Medicago
Aperçu
Einleitung
Der Hopfenklee (Medicago lupulina) ist ein kleiner, gelb blühender Schmetterlingsblütler (Fabaceae) mit rundlichen, kopfartigen Blütenständen, die an die Fruchtstände des Hopfens erinnern. Er wächst als Pionierpflanze an Wegrändern, auf Böschungen, Äckern und Trockenrasen und ist fast in ganz Europa verbreitet 12.
Der Hopfenklee wird leicht mit gelb blühenden Kleearten verwechselt. Verlässliche Unterschiede liegen in der behaarten Kelchröhre, den rasch abfallenden Blütenblättern und den schneckenförmig eingerollten Hülsen 12.
En bref
Fakten (kompakt)
trèfle de houblon : photos d'observations réelles
Identification
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Hopfenklee ist eine ein- bis zweijährige, im Winter oft grün bleibende Pflanze von etwa 10 bis 50 cm Höhe; englischsprachige Angaben nennen 15 bis 80 cm 12. Die kantigen, oft verzweigten und behaarten Stängel liegen zunächst häufig nieder und richten sich dann auf. Die Pfahlwurzel kann bis etwa 50 cm tief reichen 12.
Die wechselständigen Blätter sind dreiteilig. Die Teilblättchen sind verkehrt-eiförmig und fein gezähnt, an der Spitze oft eingekerbt mit aufgesetzter Spitze, und werden bis etwa 18 mm lang 12. Die gelben bis dunkelgelben Blüten sind nur 2 bis 5 mm lang und stehen zu 10 bis 50 in rundlichen Köpfchen in den Blattachseln. Sie fallen ab, ohne sich braun zu verfärben 1.
Die Frucht ist eine nierenförmige, einmal eingerollte Hülse von 2 bis 3 mm Größe, die bei der Reife schwarzbraun wird und einen einzelnen Samen enthält 12. Gegenüber ähnlichen gelb blühenden Kleearten wie dem Faden-Klee (Trifolium dubium) und dem Feld-Klee (Trifolium campestre) helfen mehrere Merkmale: Der Kelch des Hopfenklees ist behaart (beim Faden-Klee kahl), die Krone fällt nach der Blüte rasch ab, und die schneckenartig gewundenen Hülsen sind schon vor der Vollreife zu sehen. Bei den Kleearten verbleibt dagegen die trockene Krone an der kleinen Frucht 1. Zusätzlich endet das Mittelblättchen des Hopfenklees nach englischsprachigen Angaben in einer kurzen Spitze 2.
Systématique
Namen & Einordnung (kurz)
Der wissenschaftliche Name lautet Medicago lupulina L. und wurde 1753 von Carl von Linné beschrieben 13. Im Deutschen heißt die Art auch Hopfen-Luzerne, Zetterklee oder Gelbklee. Der Name Hopfenklee bezieht sich auf die hopfenähnlichen Blütenköpfchen, der Gattungsname Schneckenklee auf die eingerollte Hülse 1. Im Englischen heißt sie „black medick“ 2.
Die Gattung Medicago ist eng mit den echten Kleearten (Trifolium) und dem Steinklee verwandt 2. Im Lexikon sind unter anderem die Luzerne und der ähnliche Faden-Klee beschrieben.
Mode de vie
Biologie & Lebenszyklus
Der Hopfenklee ist ein Schmetterlingsblütler mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln, die Luftstickstoff binden 2. Die Blüten sind nektarführend und besitzen einen Schnellmechanismus: Setzt sich ein Insekt auf die Blüte, schnellen die Staubblätter hervor und bestäuben es. Als Besucher werden Honigbienen, kleine Bienen und Fliegen genannt; Selbstbestäubung ist möglich, führt aber zu geringerem Samenansatz 1.
Die Pflanze variiert je nach Standort, Düngung sowie Mahd oder Beweidung. Die Varietät glandulosa trägt Drüsenhaare und kommt in warmen Tieflagen wie dem Oberrheintal vor 1.
Répartition
Vorkommen & Lebensraum
Der Hopfenklee ist in Eurasien und Teilen Afrikas heimisch und kommt in nahezu ganz Europa vor. In Island und Moldau ist er nach der deutschen Quelle eingeschleppt, in einigen Regionen gilt er als Neophyt; außerhalb seines Ursprungsgebiets ist er in vielen Ländern verwildert, auch in Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland 12. Samen werden durch Wasser und den Menschen verbreitet, auch als Verunreinigung von Saatgut 1.
Besiedelt werden Wegränder, Böschungen, Ackerränder, Trockenrasen, Kalkmagerrasen und Äcker; in den Alpen steigt die Art bis etwa 1.800 m 1. Bevorzugt werden warme, mäßig trockene, basenreiche, kalkhaltige Lehm- oder Lössböden mit mittlerem Nährstoffgehalt 1. Als Pionierart besiedelt sie gestörten Boden und wächst nicht im Schatten 2.
Répartition
Présence et observations actuelles en Allemagne
Observations
Analyse communautaire
Saisonnalité
Saisonalität & Aktivität
Saisonnalité
Saisonnalité et tendance de la demande
Basé sur l'indice Silver Power Trend – notre propre modèle issu de données de recherche et d'observations de la nature
Activité saisonnière
Évolution au fil des ans
En pratique
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Hopfenklee wird gelegentlich als Futterpflanze, meist in Klee-Gras-Mischungen, angebaut und zur Begrünung roher Böden ausgesät 1. Sein Futterwert ist begrenzt: Schafe fressen die Pflanze, Rinder weniger gern 2. Wegen der Stickstoffbindung kann ein starkes Auftreten im Rasen auf stickstoffarmen Boden hinweisen, der sich mit der Zeit verbessern kann 2. Als Nektarquelle ist die Art für Bienen von Bedeutung und wird auch zur Anlage von Magerwiesen genutzt 2. Im Rasen gilt sie als häufiges Wildkraut 2.
Eine Nutzung als Wildgemüse wird in der deutschen Quelle erwähnt 1; dieser Eintrag empfiehlt weder Sammeln noch Verzehr, da Verwechslungen mit anderen Pflanzen möglich sind. Zu Giftigkeit oder Gefährdung liegen hier keine Angaben vor.
Références
Sources et références
- Wikipedia: Hopfenklee. de.wikipedia.org/wiki/Hopfenklee (abgerufen 30.10.2026)
- Wikipedia: Medicago lupulina. en.wikipedia.org/wiki/Medicago_lupulina (abgerufen 30.10.2026)
- GBIF Backbone Taxonomy: Medicago lupulina L. gbif.org/species/2965201