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Getreideplattkäfer Oryzaephilus surinamensis

Getreideplattkäfer
Mittleres Risiko Allergen Lästling Peut mordre Physische Gefahr

Classification taxonomique

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Käfer (Coleoptera)
Familie Silvanidae
Gattung Oryzaephilus
Art Oryzaephilus surinamensis
Wissenschaftlicher Name: Oryzaephilus surinamensis (Linnaeus, 1758)
Akzeptierter Name
Mehr auf GBIF.org

Einleitung

Der **Getreideplattkäfer** (*Oryzaephilus surinamensis*) ist eine Käferart aus der Familie der Silvanidae, die weltweit als bedeutender Sekundärschädling an gelagertem Getreide und Verarbeitungsprodukten auftritt. Die adulten Tiere zeichnen sich durch einen flachen Körperbau und sechs charakteristische, sägeartige Zähne an den Seiten des Halsschildes aus, was ihnen im Englischen den Namen „sawtoothed grain beetle“ einbrachte. Die Art ist kosmopolitisch verbreitet und befällt neben Getreideprodukten auch Trockenfrüchte, Nüsse und andere stärkehaltige Waren. Eine Verwechslungsmöglichkeit besteht mit dem nah verwandten *[Oryzaephilus mercator](/pages/lexikon/erdnussplattkaefer)*, der ebenfalls in Vorräten vorkommt.[1]

Fakten (kompakt)

Hier sind einige Fakten über den Getreideplattkäfer (*Oryzaephilus surinamensis*) in einer kompakten Liste: - *Oryzaephilus surinamensis* ist ein kleiner, abgeflachter [Käfer](/pages/lexikon/kafer). - Er gehört zur Familie der Silvanidae. - Er ist ein bedeutender Schädling von gelagertem Getreide und Getreideprodukten. - Adulte [Käfer](/pages/lexikon/kafer) sind 2,5–3 mm lang und dunkelbraun. - Sie haben sechs zahnartige Vorsprünge an jeder Seite des Halsschildes. - Die Larven sind gelblich-weiß mit einem braunen Kopf und erreichen eine Länge von bis zu 3 mm. - Der Lebenszyklus kann unter optimalen Bedingungen in etwa 25 Tagen abgeschlossen sein. - Weibchen legen 300–400 Eier im Laufe ihres Lebens. - Die Art gedeiht zwischen 10–40°C. - Der [Käfer](/pages/lexikon/kafer) kann keine intakten Körner befallen, sondern nur beschädigte.[1] - *O. surinamensis* hat eine kosmopolitische Verbreitung und kommt in über 100 Ländern vor. - Er verursacht erhebliche wirtschaftliche Verluste durch direkten Fraß, Kontamination und Qualitätsminderung. - Der [Käfer](/pages/lexikon/kafer) hat Resistenzen gegen verschiedene Insektizide entwickelt.[1]

Namen & Einordnung (kurz)

Der Getreideplattkäfer (*Oryzaephilus surinamensis*) wurde im Jahr 1758 von Carl von Linné ursprünglich unter dem Basionym *Dermestes surinamensis* erstbeschrieben. Taxonomisch wird die Art heute in die Familie der Silvanidae gestellt, nachdem sie historisch den Cucujidae zugeordnet war, bis morphologische und phylogenetische Untersuchungen eine Neuklassifizierung begründeten. Der Gattungsname *Oryzaephilus* entstammt dem Griechischen („oryza“ für Reis, „philos“ für liebend) und verweist auf die Vorliebe für gelagerten Reis, während sich der Artname auf Surinam als Herkunft der Typusexemplare bezieht. In der Literatur finden sich zudem Synonyme wie *Silvanus surinamensis*, *Colydium frumentarium* oder *Dermestes sexdentatus*.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die adulten [Käfer](/pages/lexikon/kafer) von *Oryzaephilus surinamensis* sind schlank und stark abgeflacht, wobei sie eine Körperlänge von 2,4 bis 3 Millimetern erreichen.[1][3] Ihre Färbung variiert von dunkelbraun bis rotbraun, was ihnen in dunklen Lagerumgebungen eine effektive Tarnung bietet.[1] Das markanteste Bestimmungsmerkmal ist der Halsschild (Prothorax), der an jedem Seitenrand sechs charakteristische, sägezahnartige Vorsprünge aufweist.[1][3] Zusätzlich befinden sich auf der Oberseite des Thorax drei längs verlaufende Kiele. Der Kopf ist dreieckig geformt, wobei die Schläfenregion hinter dem Auge länger ist als der vertikale Durchmesser des Auges selbst, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal darstellt. Die elfgliedrigen Antennen enden in einer lockeren, dreigliedrigen Keule.[3] Obwohl unter den Flügeldecken voll entwickelte Hinterflügel vorhanden sind, [fliegen](/pages/lexikon/fliegen) die Tiere selten und bewegen sich primär durch schnelles Laufen fort.[1] Die Larven sind langgestreckt, zylindrisch und von gelblich-weißer Farbe mit einer deutlich abgesetzten braunen Kopfkapsel.[3] Sie besitzen drei Brustbeinpaare und erreichen im ausgewachsenen Zustand eine Länge von bis zu 3 Millimetern.[1][3] Die Puppen gehören zum exaraten Typus mit freien Gliedmaßen und liegen oft geschützt in einem lockeren Kokon aus Nahrungspartikeln. Morphologisch ist die Art eng mit dem [Erdnussplattkäfer](/pages/lexikon/erdnussplattkaefer) (*[Oryzaephilus mercator](/pages/lexikon/erdnussplattkaefer)*) verwandt.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Oryzaephilus surinamensis* ist weltweit ein bedeutender Sekundärschädling, der vorwiegend bereits beschädigtes Getreide, Backwaren, Trockenfrüchte und Nüsse befällt, da er intakte Körner nicht durchdringen kann. Die Larven verursachen durch ihre Fraßtätigkeit im Substrat die größten physischen Schäden, während Adulte eher oberflächlich fressen. Ein Befall führt zu messbaren Gewichtsverlusten, die bei Weizen unter Laborbedingungen bis zu 11,7 % und bei Datteln bis zu 75 % erreichen können. Neben dem direkten Substanzverlust wird die Ware durch Kot, Insektenfragmente und Stoffwechselprodukte verunreinigt, was die Schimmelbildung begünstigt.[1] Für Beschäftigte in Lagerbetrieben stellen die Proteine des [Käfers](/pages/lexikon/kafer) zudem ein Gesundheitsrisiko dar, da sie allergische Reaktionen wie Rhinitis oder Dermatitis auslösen können.[4] Präventive Maßnahmen basieren primär auf strikter Hygiene, einschließlich der Entfernung von Getreiderückständen und der Versiegelung von Ritzen in Lagerräumen. Da die Entwicklung der Art unterhalb von 17 °C stark verlangsamt ist, stellt die Kühlung der Lagergüter eine effektive Methode zur Populationskontrolle dar.[3] Zur direkten physikalischen Bekämpfung hat sich eine Hitzebehandlung bei 50–60 °C über 30 bis 60 Minuten bewährt, um alle Entwicklungsstadien abzutöten. Auch das Einfrieren bei -18 °C über drei bis vier Tage führt zu einer vollständigen Mortalität der Schädlinge.[1] Chemische Bekämpfungsmaßnahmen wie die Begasung mit Phosphin werden zunehmend durch die Ausbildung von Resistenzen erschwert, was integrierte Managementansätze erforderlich macht.[5]

Biologie & Lebenszyklus

Die Entwicklung von *Oryzaephilus surinamensis* verläuft holometabol über die Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago.[1] Unter optimalen Bedingungen zwischen 30 und 35 °C dauert der vollständige Zyklus vom Ei bis zum adulten [Käfer](/pages/lexikon/kafer) etwa 20 bis 25 Tage.[1][3] Bei niedrigeren Temperaturen um 20 °C kann sich die Entwicklungszeit auf 60 bis 80 Tage verlängern. Die Weibchen legen im Laufe ihres Lebens zwischen 200 und 400 weiße, ovale Eier einzeln oder in kleinen Gruppen direkt an das Nahrungssubstrat oder in Spalten ab. Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 5 Tagen schlüpfen die Larven.[1] Diese gelblich-weißen Larven mit brauner Kopfkapsel durchlaufen meist drei (2–5) Stadien innerhalb von 12 bis 15 Tagen.[1][3] Die Verpuppung erfolgt oft in einem kokonartigen Gebilde aus Nahrungsteilchen und dauert unter optimalen Bedingungen etwa 4 bis 5 Tage.[1] Adulte [Käfer](/pages/lexikon/kafer) sind langlebig und können 6 bis 10 Monate, in kühleren Umgebungen sogar bis zu drei Jahre überleben. *Oryzaephilus surinamensis* ernährt sich von verarbeiteten Getreideprodukten, Trockenfrüchten, Nüssen und Ölsaaten, kann jedoch intakte, unbeschädigte Körner nicht durchdringen.[3] Daher ist die Art auf beschädigtes Getreide oder Bruchstellen angewiesen, um an den Mehlkörper und Keimling zu gelangen.[1][3]

Présence et observations actuelles en Allemagne

  • Dortmund, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

    03.01.2026

  • Berlin, Berlin, Deutschland

    30.11.2025

  • Auf dem Keil, Wieck auf dem Darß, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

    05.11.2025

  • Hanau, Hesse, Deutschland

    02.10.2025

  • Germany

    27.09.2025

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

*Oryzaephilus surinamensis* ist als Kosmopolit weltweit verbreitet und wurde in über 100 Ländern auf sämtlichen Kontinenten nachgewiesen. Der ursprüngliche Lebensraum der Art liegt vermutlich in den Tropen oder Subtropen, wobei die globale Ausbreitung maßgeblich durch den internationalen Handel mit Agrargütern begünstigt wurde.[1] Der [Käfer](/pages/lexikon/kafer) bevorzugt wärmere Klimazonen, ist jedoch auch in gemäßigten Breiten wie Europa und Nordamerika etabliert, wo er in beheizten Gebäuden überwintert.[1][3] Als obligater Vorratsschädling besiedelt *Oryzaephilus surinamensis* primär menschengemachte Lagerstätten wie Getreidesilos, Mühlen, Lagerhäuser und lebensmittelverarbeitende Betriebe. Die Art kommt nicht auf Feldfrüchten im Freiland vor, sondern ist auf geschützte Innenräume und verarbeitete Produkte spezialisiert. Dort nutzen die Tiere aufgrund ihrer flachen Körperform bevorzugt Risse, Spalten und Hohlräume in Wänden oder Maschinenanlagen als Mikrohabitate.[1] Auch in privaten Haushalten tritt der [Käfer](/pages/lexikon/kafer) regelmäßig in Vorratskammern auf, wo er sich in Verpackungen und Regalen verbirgt.[3]

Saisonalität & Aktivität

Die Aktivität von *Oryzaephilus surinamensis* ist stark temperaturabhängig, wobei die optimale Entwicklung zwischen 30 und 35 °C stattfindet. Unterhalb von 17 °C verlangsamen sich Stoffwechsel und Fortpflanzung signifikant, sodass die [Käfer](/pages/lexikon/kafer) weitgehend inaktiv werden. Im Tagesverlauf folgt das Verhalten einem diurnalen Rhythmus mit Bewegungsspitzen am Morgen sowie am späten Nachmittag.[1] Analysen des Suchinteresses in Deutschland weisen auf eine saisonale Häufung der Anfragen in den Monaten Juli und Oktober hin. Demgegenüber stehen Tiefstwerte im Frühjahr, spezifisch im März, sowie im Januar.[2] Diese Saisonalität deckt sich mit der biologischen Präferenz für Wärme, auch wenn die Art in der Lage ist, in geschützten Bereichen zu überwintern. Die lokale Ausbreitung erfolgt dabei fast ausschließlich durch schnelles Laufen, da die adulten Tiere trotz funktionsfähiger Flügel kaum [fliegen](/pages/lexikon/fliegen).[1]

Recherche scientifique et brevets

GB-2504793-A Chemical Inconnu

Bekämpfung von Arthropodenbefall

Exosect Ltd. (2013)

Pertinence: 9/10

Résumé

Dieses Patent beschreibt die Verwendung von Partikeln mit einer hydrophoben Außenhülle (z.B. Carnaubawachs), die mit einer geringen Menge Pestizid (weniger als 2 Gew.-%) beladen sind. Diese Partikel haften durch elektrostatische Kräfte an der Kutikula des Getreideplattkäfers (Oryzaephilus surinamensis). Durch den direkten Kontakt wird der Wirkstoff (z.B. Pirimiphos-methyl) effizient auf den Schädling übertragen. Dies ermöglicht eine effektive Bekämpfung bei deutlich reduzierter Pestizidbelastung im Vergleich zu herkömmlichen Methoden.

GB-2481307-A Biological Inconnu

Bekämpfung von Arthropodenbefall mit entomopathogenen Pilzen

Exosect Ltd. (2011)

Pertinence: 10/10

Résumé

Die Erfindung nutzt Verbundpartikel aus hydrophobem Wachs und Sporen des entomopathogenen Pilzes Beauveria bassiana. Diese Partikel haften am Körper von Vorratsschädlingen, woraufhin die Sporen auskeimen und das Insekt infizieren. Das Verfahren ist spezifisch wirksam gegen den Getreideplattkäfer sowie Kornkäfer. Es stellt eine biologische Alternative zu chemischen Insektiziden im Vorratsschutz dar, indem es die natürlichen Haftungseigenschaften der Partikel nutzt, um den Pilz zum Wirt zu bringen.

CA-2102946-C Pheromone Accordé

Insektenlockstoffe

Mini Agriculture & Fisheries (1993)

Pertinence: 10/10

Résumé

Das Patent beschreibt neuartige Mehrkomponenten-Lockstoffe, die spezifische Makrolide mit flüchtigen Pilzverbindungen (wie 1-Octen-3-ol) kombinieren. Diese Mischung ist besonders effektiv, um den Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis) anzulocken. Die Kombination imitiert wahrscheinlich Nahrungs- oder Aggregationssignale. Die Erfindung dient primär dem Monitoring und der Detektion von Befall in Lagerstätten. Zudem wird ein Verfahren zur kostengünstigeren Herstellung dieser Pheromone vorgestellt.

Sources et références

  1. https://www.cabidigitallibrary.org/doi/full/10.1079/cabicompendium.37988
  2. Interne Datenanalyse: Aggregiertes Suchinteresse (DE), 2026.
  3. https://extension.psu.edu/sawtoothed-and-merchant-grain-beetle
  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12539851/
  5. https://scijournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/ps.8262