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Majoran Origanum majorana

Majoran

Classification taxonomique

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Lamiales (Lamiales)
Familie Lamiaceae
Gattung Origanum
Art Origanum majorana
Wissenschaftlicher Name: Origanum majorana L.
Akzeptierter Name
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Einleitung

Majoran (*Origanum majorana*) ist eine kälteempfindliche, ausdauernde Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), die ursprünglich in Zypern und der südlichen Türkei beheimatet ist. Das historisch auch unter dem Synonym *Majorana hortensis* bekannte Kraut wird aufgrund seiner aromatischen, süßlichen Blätter weltweit kulinarisch sowie in der traditionellen Medizin genutzt. Abzugrenzen ist die Art vom eng verwandten Oregano (*Origanum vulgare*) durch ihr milderes, weniger scharfes Aroma und die morphologisch kleineren, weicheren Blätter.[1][2]

Fakten (kompakt)

- Die chemische Zusammensetzung umfasst bioaktive Verbindungen wie Terpinen-4-ol und Sabinen, die antioxidative Eigenschaften besitzen. - Im antiken Griechenland wurde die Pflanze mythologisch mit der Göttin Aphrodite in Verbindung gebracht. - Bereits im alten Ägypten nutzte man das Kraut zur Desinfektion sowie zur Konservierung von Lebensmitteln.[6] - Historische medizinische Anwendungen um 500–400 v. Chr. zielten auf Atemwegserkrankungen und Verdauungsstörungen ab. - In mittelalterlichen Gärten wurde Majoran als Mittel gegen Koliken und Nervosität kultiviert. - Die taxonomische Klassifizierung ordnet die Art der Ordnung Lamiales und der Klasse Magnoliopsida zu. - Innerhalb der Gattung *Origanum* existieren etwa 40 verschiedene Arten.[6] - Es wird eine Varietät *Origanum majorana* var. *tenuifolium* unterschieden, die durch schmalere Blätter charakterisiert ist. - Die Blütenfarbe variiert spezifisch von Weiß bis zu Rosatönen. - Für die optimale aromatische Potenz wird das Kraut idealerweise vor der Blütezeit geerntet. - Die Pflanze gedeiht als Staude in den USDA-Winterhärtezonen 9 bis 10. - Bodenökologisch bevorzugt die Art neutrale bis alkalische Substrate. - Die gärtnerische Vermehrung ist sowohl über Samen als auch über Stecklinge möglich. - Kulinarisch wird das Gewürz besonders häufig zum Würzen von Lammfleisch und Geflügel verwendet.[6]

Name & Einordnung

Die Art trägt den wissenschaftlichen Namen *Origanum majorana* L. und wurde im Jahr 1753 von Carl von Linné in dessen Werk *Species Plantarum* erstbeschrieben. Sie wird der Gattung *Origanum* (Dost) innerhalb der Familie der Lamiaceae (Lippenblütler) zugeordnet.[3][2] Der Gattungsname leitet sich etymologisch aus den altgriechischen Wörtern „oros“ (Berg) und „ganos“ (Freude oder Glanz) ab, was als „Freude der Berge“ übersetzt wird und auf die natürlichen Gebirgsstandorte anspielt. Das Art-Epitheton „majorana“ entstammt latinisierten Formen, deren Ursprung unsicher ist, aber oft mit dem griechischen „amarakos“ oder arabischen Einflüssen in Verbindung gebracht wird. Historisch wurde das Taxon teilweise in eine eigene Gattung gestellt, weshalb Synonyme wie *Majorana hortensis* Moench und *Majorana majorana* (L.) Karst in der Literatur zu finden sind. Moderne phylogenetische Untersuchungen platzieren *Origanum majorana* in die Sektion *Majorana*, wobei *Origanum syriacum* genetisch als direkter Vorfahre gilt.[3] Neben der Nominatform *Origanum majorana* subsp. *majorana* werden Varietäten wie *Origanum majorana* var. *tenuifolium* unterschieden, die durch schmalere Blätter charakterisiert sind. Im englischen Sprachraum sind die Trivialnamen „sweet marjoram“ oder „knotted marjoram“ (wegen der knotigen Blütenstände) gebräuchlich, um die Art vom verwandten Oregano abzugrenzen. Genetisch und morphologisch lässt sich der Majoran klar vom Wilden Majoran (*Origanum vulgare*) unterscheiden, bildet mit diesem jedoch Hybriden wie *Origanum × majoricum*.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Origanum majorana wächst als buschiger, aufrechter Halbstrauch, der typischerweise Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern erreicht.[2][1] Die Stängel sind charakteristisch vierkantig im Querschnitt, weich behaart und weisen oft rötliche oder burgunderfarbene Streifen auf. Während die Pflanze im oberen Bereich krautig bleibt, verholzen die Stängel an der Basis mit der Zeit, was der Pflanze eine kompakte Form verleiht. Das Wurzelsystem ist faserig und flach ausgebildet, was eine Anpassung an gut durchlässige Böden darstellt.[2] Die gegenständig angeordneten Laubblätter besitzen eine ovale bis verkehrteiförmige Form und erreichen eine Länge von 1 bis 3 Zentimetern.[2][1] Eine feine Behaarung bedeckt die graugrüne Blattoberfläche und verleiht ihr eine weiche, samtige Textur. Die Blätter enthalten ätherische Öle, die beim Zerreiben ein Aroma von Kiefer und Zitrus freisetzen. Die kleinen, röhrenförmigen Blüten erscheinen im Sommer in kompakten, knotigen Ähren oder Trugdolden, die bis zu 5 Zentimeter lang werden.[2] Diese Blütenstände entspringen den oberen Stängeln und variieren farblich von Weiß bis zu einem blassen Rosa oder Pink-Lila.[2][1] Die Art ist selbstfertil und bildet nach der Bestäubung Samen aus, die unter günstigen Bedingungen zur Selbstaussaat führen. Zur Abgrenzung gegenüber dem nah verwandten Oregano (*Origanum vulgare*) dienen vor allem die Blattform und das Aroma. Majoran besitzt kleinere, weichere Blätter, die oft an den Zweigspitzen gehäuft sind, während Oregano größere, derbere Blätter entlang der Stängel trägt. Zudem sind die Blütenstände des Majorans meist heller und kompakter als die rosavioletten Blüten des Oreganos. Genetisch weisen beide Arten in der Regel einen diploiden Chromosomensatz von 2n=30 auf. Von Thymian-Arten (*Thymus*) unterscheidet sich *Origanum majorana* durch den höheren Wuchs und die weicheren, weniger stark verholzten Stängel.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Ökologisch fungiert *Origanum majorana* als Nützling, der in Trockengebieten Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anzieht.[2] Im landwirtschaftlichen Anbau treten jedoch Blattläuse und Spinnmilben als relevante Schädlinge auf, die durch regelmäßige Inspektionen überwacht werden müssen. Ein kritisches Schadbild ist die Wurzelfäule, die primär durch Staunässe in schlecht drainierten Böden entsteht und zum Absterben der Pflanze führt. Zur baulichen Prävention ist daher die Sicherstellung einer hohen Bodendurchlässigkeit, etwa durch Sandbeimischung, unerlässlich. Als biologische Maßnahme im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) hat sich die Mischkultur mit Basilikum bewährt, um Blattläuse abzuschrecken und die Schädlingsresistenz zu erhöhen. Bei festgestelltem Befall kommen physikalisch-chemische Methoden wie der Einsatz von insektiziden Seifen zur Bekämpfung in Betracht. Interessanterweise wird Majoran selbst zur Schädlingsabwehr genutzt: Patente beschreiben die Verwendung von Extrakten in elektrischen Verdampfern als Mückenrepellent oder zur Abwehr von Spinnentieren.[1] Darüber hinaus zeigen Studien aus dem Jahr 2025 das Potenzial von Majoran-Extrakten in der Lebensmittelverpackung, um mikrobiellen Verderb durch Pathogene wie *Escherichia coli* zu verhindern.[2][4] Aus gesundheitlicher Sicht ist Vorsicht geboten, da die Pflanze bei empfindlichen Personen Kontaktallergien auslösen kann. Zudem wird aufgrund der uterusstimulierenden Wirkung von einer medizinischen Anwendung während der Schwangerschaft abgeraten, um das Risiko von Kontraktionen zu vermeiden.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Origanum majorana ist ein ausdauernder Halbstrauch, der aufgrund seiner Frostempfindlichkeit in kühleren Klimazonen oft als einjährige Pflanze kultiviert wird.[1][2] Im natürlichen Habitat erreicht die buschige Pflanze Wuchshöhen von 20 bis 60 cm und verholzt mit der Zeit an der Basis, wobei die Stängel einen charakteristischen quadratischen Querschnitt aufweisen. Das Wurzelsystem ist faserig und flach ausgebildet, was eine hohe Durchlässigkeit des Bodens erfordert, um Fäulnis zu vermeiden.[2] Die gegenständigen, ovalen bis verkehrteiförmigen Blätter sind 1 bis 3 cm lang und weisen durch eine feine Behaarung eine samtige, grau-grüne Textur auf.[1][2] Die Fortpflanzungsphase beginnt im Sommer mit der Bildung kleiner, röhrenförmiger Blüten, die in kompakten, knotigen Ähren (Zymen) von bis zu 5 cm Länge angeordnet sind.[2] Diese Blütenstände variieren farblich von Weiß bis Rosa-Lila und locken Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an, wobei die Pflanze auch selbstfertil ist.[2][4] Nach der Befruchtung bildet Origanum majorana Samen aus, die unter günstigen Bedingungen eine Selbstaussaat ermöglichen.[2] Für die Keimung und das vegetative Wachstum liegt das Temperaturoptimum zwischen 18 und 24 °C. Physiologisch benötigt die Art volle Sonneneinstrahlung von mindestens sechs Stunden täglich sowie neutrale bis leicht alkalische Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5.[1] Genetische Untersuchungen zeigen, dass die Art in der Regel einen diploiden Chromosomensatz von 2n=30 aufweist, was sie von verwandten Arten unterscheiden kann.[4] Zu den natürlichen Stressfaktoren gehört eine geringe Kältetoleranz; die Pflanze überlebt in USDA-Zonen unter 9 den Winter meist nicht im Freiland. Obwohl die enthaltenen ätherischen Öle repellierende Wirkungen auf bestimmte Insekten haben können, wird die Pflanze von Schädlingen wie Blattläusen und Spinnmilben befallen. Ein wesentlicher Mortalitätsfaktor ist Wurzelfäule, die durch Staunässe in schlecht drainierten Substraten verursacht wird.[1]

Présence et observations actuelles en Allemagne

  • Hamburg, Deutschland

    16.05.2025

  • Alemania

    08.05.2025

  • Baden-Baden, Baden-Württemberg, Deutschland

    03.05.2025

  • Hamburg, Deutschland

    26.04.2025

  • Wiesbaden, Hessen, Deutschland

    08.08.2024

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Origanum majorana* liegt im östlichen Mittelmeerraum, wobei die Art ursprünglich in Zypern und der südlichen Türkei beheimatet ist.[3] In diesen Regionen besiedelt die Pflanze primär trockene, felsige oder sandige Böden und ist häufig an sonnigen Hängen sowie in offenen Buschlandschaften zu finden. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich in gebirgigen Terrains bis auf Höhenlagen von 1.500 Metern.[4] Historisch gelangte der Majoran durch römische Handelsnetzwerke frühzeitig nach Europa und wurde im Zuge der kolonialen Expansion des 18. und 19. Jahrhunderts auch in Nordamerika und Teilen Asiens eingeführt. Heute wird die Art weltweit kultiviert, wobei sich bedeutende kommerzielle Anbauzentren in der Türkei, Ägypten, Marokko und den Vereinigten Staaten befinden.[4] In Mitteleuropa und der DACH-Region kommt *Origanum majorana* aufgrund fehlender Winterhärte nicht als wildbeständige Pflanze vor, sondern wird saisonal in Gärten und landwirtschaftlichen Kulturen gezogen. Die Pflanze gedeiht optimal in den USDA-Klimazonen 9 bis 10 als ausdauernder Halbstrauch, während sie in kühleren Klimaten meist einjährig kultiviert wird. Bevorzugt werden gut durchlässige, neutrale bis leicht alkalische Substrate mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5, da das flache, faserige Wurzelsystem empfindlich auf Staunässe reagiert.[2] In seinen natürlichen Habitaten übernimmt der Majoran eine ökologische Funktion als Nektarpflanze für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge.[4] Die Anpassung an das mediterrane Klima ermöglicht der Pflanze, heiße, aride Sommer zu überstehen, sofern Frost vermieden wird.[1]

Saisonalität & Aktivität

*Origanum majorana* ist in seinem mediterranen Ursprungsgebiet eine ausdauernde Pflanze, wird jedoch in kühleren Klimazonen aufgrund seiner Frostempfindlichkeit meist als einjährige Kultur geführt. Die vegetative Aktivität konzentriert sich auf die warmen Monate, wobei Temperaturen zwischen 18 und 24 °C das Wachstum begünstigen.[1] Die Blütezeit findet im Sommer statt, wobei die Pflanzen typischerweise im Hochsommer kleine, röhrenförmige Blüten ausbilden.[2][1] In dieser Phase ist *Origanum majorana* ökologisch aktiv und zieht Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an.[2] Die Ernte erfolgt kontinuierlich während der Vegetationsperiode, beginnend ab einer Wuchshöhe von 15 bis 20 cm, um einen buschigen Wuchs zu fördern. Ein wichtiger saisonaler Schnittpunkt für die Trocknung ist der Hochsommer, kurz bevor sich die Blütenknospen vollständig öffnen. Da die Art in USDA-Klimazonen unter 9 nicht winterhart ist, endet die Freilandaktivität mit dem ersten Frost, sofern die Pflanzen nicht in Innenräumen überwintert werden. Der Zyklus beginnt erneut mit der Aussaat in Innenräumen, etwa sechs bis acht Wochen vor dem letzten erwarteten Frost. Ergänzend zeigt sich, dass das öffentliche Interesse in Deutschland parallel zur Pflanzzeit in den Monaten Mai und Juni seinen Höhepunkt erreicht.[1]

Recherche scientifique et brevets

CN-105475380-A Biological Inconnu

Elektrische Mückenabwehr-Flüssigkeit aus traditioneller chinesischer Medizin

Qingdao Generous Wisdom Network Technology Company Ltd. (2015)

Pertinence: 8/10

Résumé

Das Patent beschreibt eine Flüssigkeit für elektrische Verdampfer zur Abwehr von Mücken, die auf einer Mischung verschiedener Pflanzenextrakte basiert, darunter Origanum majorana. Die Methode nutzt die flüchtigen Bestandteile der Pflanzen, um Mücken zu vertreiben (Repellent). Es ist eine ungiftige, umweltfreundliche Alternative zu chemischen Insektiziden.

WO-2014140314-A3 Biological Inconnu

Verfahren, Verbindungen und Zusammensetzungen zur Abwehr von Insekten und/oder Spinnentieren

University of Neuchatel (2014)

Pertinence: 9/10

Résumé

Dieses Patent beschreibt die Verwendung von ätherischen Ölen, spezifisch aus Origanum majorana (Majoran) und verwandten Arten, als Repellent gegen Insekten und Spinnentiere. Die Kernidee ist der Einsatz natürlicher Pflanzenstoffe (wie Carvacrol) als Alternative zu synthetischen Mitteln. Die Zusammensetzung wirkt effektiv abschreckend auf Schädlinge. Es ist direkt praktisch anwendbar für den Pflanzenschutz oder persönlichen Schutz.

Sources et références

  1. https://plants.usda.gov/core/profile?symbol=ORMA
  2. https://www.gbif.org/species/2926615
  3. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:453303-1
  4. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8493290/
  5. https://fonddulac.extension.wisc.edu/files/2021/05/Marjoram.pdf
  6. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)